Wie sich Berater, Trainer und Coachs sowie sonstige "Anbieter immaterieller Dienstleistungen" durch Pressearbeit von der Masse ihrer Mitbewerber abheben und den Ruf "Spezialist für ..." erwerben können, darum geht es in diesem Ratgeber. Er hebt sich, so meine Einschätzung, von den meisten PR-Büchern dadurch ab, dass dessen Autor Pressearbeit als Verkaufsprozess begreift. Das heißt, der Berater bietet dem "Kunden Redakteur" zum Beispiel ein (Artikel-)Manuskript an. Und der "Kunde Redakteur" entscheidet, ob er diesen Artikel "kauft", also veröffentlicht.
Ausgehend von dieser Grundthese, erläutert Kuntz, wie Bildungs- und Beratungsanbieter für Redaktionen attraktive Angebote entwickeln können - zum Beispiel Artikelthemen. Außerdem stellt er dar, wie die Inhalte "verpackt", also die Meldungen und Artikel verfasst sein sollten, damit der Kunde Redakteur sagt: "Ja, dieses Manuskript will ich haben."
Weitere Kapitel befassen sich mit dem Thema: Wie gehe ich taktisch vor, wenn ich einem Redakteur ein Manuskript oder Thema verkaufen möchte? Des Weiteren: Wie können Vertreter beratender Berufe die erschienenen Artikel nutzen, um Neukunden zu gewinnen? Denn - so eine weitere These des Autors - erschienene Artikel sind Marketinginstrumente. Deshalb sollten Berater, Trainer und Coachs die Artikel aktiv im Marketing- und Vertriebsprozess nutzen - zum Beispiel, indem sie diese auf ihre Webseite stellen oder (Noch-nicht-)Kunden senden. Sonst entfaltet die Pressearbeit nicht die gewünschte Wirkung.
Mein Fazit: Dieses Buch kann man allen Trainern und Beratern gleich welcher Couleur empfehlen, die beim Vermarkten ihrer Leistungen auch auf Pressearbeit setzen (möchten) - auch weil der Autor neben den Stärken die Schwächen der Pressearbeit benennt. Außerdem spürt man beim Lesen von der ersten bis zur letzten Zeile: Der Autor kennt neben dem Bildungs- und Beratungsmarkt auch die Presselandschaft und dort die handelnden Akteure. Manch eingestreute Anekdote ist denn auch amüsant zu lesen.