Na gut, ganz so schlimm ist es auch nicht, jedoch würde es mich nicht wundern, wenn der smarte Amerikaner bald zu den ganz großen im Pop-Business zählen würde. Die musikalischen Fähigkeiten dazu hat er, und das weitaus tiefgründiger als so mancher Mainstream-Popper.
Jason schreibt einfach eines: Verdammt gute Indie-Pop-Perlen, wie sie z.B. auch die Jungs vom Teenage Fanclub kreieren. Das Flair seiner ehemaligen Stammband "Jellyfish" ist geblieben, so klingen die Songs auch auf seinem Solo-Debut wie aus den besten Zeiten der Beatles und der Kinks.
Den Einstieg macht das wunderbar swingende "I Live", daß sicherlich ein Stück Pop-Geschichte schreiben müsste. Mit "Miracle Medicine" dreht der Blondschipf auf und läßt keinen Zweifel darüber aufkommen, wer der Power-Pop-König in den Staaten ist. Es reiht sich Hit an Hit... zwischendurch gibts mit "She goes to bed" meinen absoluten Lieblingssong von Falkner, der mir immer wieder die Glückshormone in die Blubahn schießen lässt. Gegen Ende gibts mit "Miss Understanding" wieder ne schnellere Power-Pop-Nummer und mit dem wunderschönen "Untitled" kommt man dann langsam wieder runter von dem Höhenflug. Spitze!