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Und erst die anderen Texte: "For Your Life" handelt von schlechten Drogen und desillusioniertem Groupie-Sex und "glänzt" mit einem gestammelten "Don'cha wanna coca-coca-cocaine?"; "Royal Orleans" erzählt nur halb belustigt von einem Transvestiten-Zwischenfall (angeblich war Bassist John Paul Jones der Betroffene), "Candy Store Rock" gibt Plants typische Notgeilheit vor, kann den müden und kaputten Charakter des Albums aber auch nicht übertönen. Und in "Hots On For Nowhere" und dem erwähnten "Tea For One" läßt Plant dann endgültig die Maske fallen und klagt der Welt von Verrat und Verlassenheit.
Wie gesagt: Hört man nur das, was zunächst dieses Album auszumachen scheint, ist "Presence" ein weiteres Highlight in der Reihe von Led Zeppelins Erfolgsalben. Zwar weder so verspielt wie "Houses Of The Holy" noch so vielseitig wie "Physical Grafitti" und erst recht nicht so ungestüm-selbstherrlich wie die ersten beiden Zep-LPs, ist es doch ein knallhartes, originelles Heavy-Rock-Album und nicht zuletzt fast ausschließlich Pages und Plants Ding. Aber schaut man hinter die beeindruckenden Klanggemälde, erkennt man das Bild einer Band, die erstmals mit der Situation zu kämpfen hatte, dass sie nicht unverwundbar ist.
Bewertung: objektiv sind es fünf Sterne, aber einen Punkt Abzug für die miese Stimmung. Trotzdem, wahrscheinlich mein liebstes Zeppelin-Album.
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