Nach den bekanntesten Alben, wie “Animal Magic” und “Dial M’ for Monkey” ist “It came from the sea” ein weiterer Meilenstein der Bonobo Diskografie. Auch wenn der DJ und E-Bassist, Simon Green noch mal altbekannte Tracks auspackt, wie zum Beispiel „Flutter, Pick Up, Change Down (Dial M’ for Monkey) und Exploration (Thievery Corporation & DJ Kicks), mixt er sie minimal und passt sie wunderbar an das Gesamtkonzept an. Dieses ist sehr abwechslungsreich durch die vielen features aber bildet trotzdem eine Einheit à la Bonobo. Die reibungslosen Liedübergänge bieten praktisch einen einzigen Track mit ruhigen Harmonien (No.12, 18), schwebenden Tönen, melancholischen Gitarrenriffs, Violinenstimme (No. 11) aber auch fetzig, heiter groovende Sounds (No.2) mit Orgel, funky Gitarre und Bläserbesetzung (No. 8). Zum Glück muss ich selten, sowohl bei chillout Liedern als auch bei schnellen Tracks, das dominierende Schlagzeug, geschweige denn seine göttlich knackende, wirbelnde Snaredrum (No. 5, 13, 17) missen. Unter anderem gibt es je einen lateinamerikanischen (No. 16) und raggariddim (No.9) Groove.
Dennoch ist zu sagen, dieses Album meiner Meinung nach nicht wirklich mit Animal Magic und vor allem nicht mit Dial M’ for Monkey (!!!) mithalten kann, da sich die Bonoboessenz in verschiedene Musikstile verflüssigt hat. Auch wenn manche Tracks den Skipfinger zucken lassen, gibt es trotzdem außer Konkurrenz stehende Lieder, die einem das Herz aufgehen lassen (No. 11, 12, 17) für die es sich lohnt, die Scheibe zu kaufen, vor allem, wenn einem noch zusätzlich die bekannten Hammertracks (No. 3, 5) im eigenen Musikrepertoire fehlen.