Die Präludien op. 28 v. Chopin sind ein Zyklus von 24 schönen, kleinen Klavierstücken, die sowohl einzeln als auch aufgrund ihrer Dramaturgie von Kontrast und Stimmung, als Gesamtwerk gespielt werden. Sie wurden von Chopin im Winter 1838/39 während seines Aufenthaltes mit der Dichterin George Sand auf der Insel Mallorca komponiert. Der Kontrast zwischen den unschönen Begebenheiten auf der Insel und der wunderschönen Landschaft Mallorcas spiegeln sich in den Kompositionen. - In ihren Büchern, z.B. „Ein Winter auf Mallorca", berichtet George Sands über ihre Reise mit Chopin nach Mallorca. - Ivo Pogorelich zählt zu meinen Favoriten unter den Pianisten, neben Glenn Gould, Keith Jarrett, u. einige weiteren Pianisten . Seine Chopin-Interpretationen sind bekannt. Zu I. Pogorelich gibt es folgende kleine Anekdote: International machte Ivo Pogorelich auf sich aufmerksam durch seine Siege beim Casagrande Wettbewerb in Terni (Italien ), 1978, und bei der Montreal International Music Competition, 1980. Doch es war der Preis, den er nicht gewann, der am meisten Aufsehen erregte. Beim internationalen Chopin Wettbewerb des Jahres 1980, an welchem er teilnahm, schied er bereits in der dritten Runde aus. Martha Argerich, eine der Juroren, nannte ihn ein Genie und verließ unter Protest die Jury, was ihm wohl mehr Publizität brachte als wenn er den Wettbewerb gewonnen hätte. Es gibt viele Einspielungen der Präludien, doch hält diese Aufnahme vom Jahre 1989 souverän und unangefochten den Referenz-Status. Am besten gefallen mir die Stücke „Nr. 4 e-moll: Largo" und „Nr.24 d-moll: Allegro appassionato". „Nr. 15 Des-Dur" ist unter den Namen Regentropfen-Prélude bekannt. Ivo Pogorelich hebt die Details der romantisch-exzentrischen bis auf die pure Zuspitzung aller Ausdruckswerte hervor. Die Aufnahme repräsentiert für mich eine Jahrhundertaufnahme. Ich kann diese Aufnahme nur empfehlen.