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Produktinformation

  • Audio CD (22. Mai 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: E-Label (Name to Be Changed) (EMI)
  • ASIN: B0023HPI1E
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Les Feuilles Mortes 3:55EUR 0,99
Anhören  2. I Want To Go To The Beach 2:52EUR 0,99
Anhören  3. King Of The Dogs 2:01EUR 0,99
Anhören  4. Je sais que tu sais 3:10EUR 0,99
Anhören  5. Spanish Coast 3:57EUR 0,99
Anhören  6. Nice To Be Dead 2:49EUR 0,99
Anhören  7. How Insensitive 3:02EUR 0,99
Anhören  8. Party Time 2:07EUR 0,99
Anhören  9. He's Dead, She's Alive 2:00EUR 0,99
Anhören10. A Machine For Loving 3:15EUR 0,99
Anhören11. She's A Business 3:10EUR 0,99
Anhören12. Les Feuilles Mortes (Marc's Theme) 3:53EUR 0,99


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Was hätte Iggy Pop machen sollen nach dem Tode von Gitarristen und Bassisten Ron Asheton, der im Januar 2009 verstarb? Einfach so weiter machen mit den Stooges, als wäre nichts geschehen, das Gründungsmitglied in einer Nacht-und Nebel-Aktion eben mal ersetzen? Das Ende der legendären Proto-Punks aus Ann Arbor in Michigan hat Iggy nicht erklärt, aber jetzt ein Album veröffentlichen und wieder die Rock & Roll Rampensau spielen, och nö. Iggy scheint mit Préliminaires (Foreplay / Vorspiel) seiner so unglaublichen und wendungsreichen Achterbahnkarriere ein extrem ungewöhnliches, ja einzigartiges Solo-Album hinzu zu fügen. Stimmt offiziell, Insider aber wissen: Der Mann betritt kein Neuland!!! Der Pariser Sender Canal + veranstaltete im Dezember 1999 ein intimes Akustik-Piano-Konzert in seinen Studios, bei dem Gäste wie Chrissie Hynde (Pretenders), Vanessa Paradis oder Johnny Depp Duette mit Mister Pop singen, der einige Songs mit sonorer Stimme auf französisch ins Mikro haucht. Zehn Jahre später ergeben sich nun erstaunliche Parallelen, denn wieder tauchen Chansons und Balladen auf. Doch Iggy Pop und sein langjähriger Wegbegleiter, der Bassist, Produzent (u.a. A Fine Frenzy) und Arrangeur Hal Cragin zeigen dem Rock & Pop bis auf ganz wenige Ausnahmen („Nice To Be Dead“) die kalte Schulter. Sie entführen einen dafür in virtuelle Nacht-Jazz-Bars an der Seine, nach New Orleans, adaptieren die Latin-Legende Antonio Carlos Jobim („How Insensitive“), stimmen kleine Orchestrationen wie in „Spanish Coast“ an oder verfallen dem Blues („He’s Dead / She’s Alive“). In „A Machine For Loving“ wird Iggy zu Roadmovie-Sounds zum Storyteller, dem Die Möglichkeiten einer Insel von Michel Houellebecq als Vorlage zu einem englischsprachigen Text dient. Ach, wären doch alle Vorspiele immer so abwechslungsreich und überraschend wie Préliminaires...und mal sehen, was sich Iggy Pop als nächsten Akt ausdenkt. - Sven Niechziol

kulturnews.de

Wahrscheinlich wusste das einstige Punktier Iggy Pop bis neulich nicht mal, was ein Accent aigu ist - und plötzlich hat er sogar einen im Albumtitel. Noch im Sommer 2008 rockte Iggy als 60-jähriger Twen durch Deutschland. Doch schon damals muss er die Bücher von Michel Houellebecq im Kopf gehabt haben. Sie inspirierten ihn zum Kokettieren mit Chansons, Balladen, Jazz. Und jetzt hat er ein Album fast ohne Gitarren, aber mit Klavieren, Klarinetten und Elektronik, auf dem ihn dezente Perkussion auf einem Weg begleitet, an dessen Ende einer wartet und den Kopf schüttelt: Leonard Cohen. Wirklich wahr. Iggy brummt und singt manchmal gar eine Art Französisch, was in Paris auf Entsetzen stoßen dürfte. Dieses skurrile Album funktionierte nur, wenn wir uns von der Erinnerung an den Derwisch lösen könnten, der sich öffentlich mit Rasierklingen die Brust aufschlitzt. Doch so ist es schlicht Iggys - legitimes - Privatvergnügen. Am interessantesten sind die Reibungspunkte zwischen der antiseptischen Produktion und dem großen Raunen eines alten Wolfes, der sich diesmal einen gefälschten Schafspelz andrehen ließ. (mw)

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin Lorenz TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
... muß Herr Osterberg wohl keinem mehr etwas und seit ich weiß, dass er ungefähr so alt ist wie mein Vater und ich ihn leibhaftig habe wüten sehen, hat er auch bei mir so eine Art Freifahrtsschein gezogen. Und trotzdem bleibt nach dem Anhören von "Preliminaires" zunächst die Frage: Was war jetzt das?! Ein wenig ratlos sitzt man da, schaut mit verhangenem Blick auf diese Miniaturensammlung und nach einiger Zeit schafft man es zumindest zu einem "Respekt, alter Sack!" Dass der olle Iggy Pop nicht nur das brachiale Brett kann, das wußte man spätestens seit dem wundervollen Soundtrack von Kosturicas "Arizona Dream", wo er ja schon so manches Wunderwerk mit Goran Bregovic zusammengeklöppelt hatte. Dass er das nun allerdings auf CD-Länge und einem Mehr an Abwechslung auszudehnen vermag ist einigermaßen verwunderlich, hätte man ihm, dem König der altmeisterlichen Punkpose, dem Mann mit der Transparenzhose, dem Berufsberserker wohl nicht zugetraut. Und französisch auch noch. Eingerahmt von zwei geraunten - ja, Chansonversionen Marke Serge Gainsbourg findet sich so allerlei TamTam auf dem Album, Jahrmarktsgetröte, Gitarrenakustik, Pianoklimpern, unterstützt von reichlich Prominenz wie Vanessa Paradis nebst Ehemann Johnny Depp, Chrissie Hynde und, und ... Gut, vieles davon wird nicht übermäßig lange im Gedächtnis bleiben, zu unfertig wirkt es manches Mal, zu oft wird man wieder in eine neue Richtung gestoßen, an die zu gewöhnen so viel Zeit nicht bleibt. Lustigerweise haften die krachigen Sachen wie "Nice To Be Dead" am wenigsten, gefälliger da schon die zurückgenommenen, dunklen Stücke: herrlich hier "I Want To Go To The Beach" mit alterweisen Bissen "You can convince the world, that you're some kind of superstar, well an asshole is what you are, but that's allright". Croonend winkt der Meister auch bei "Spanish Coast" und "How Insensitive" einen kurzen Gruß an Leonhard Cohen. Und ob man jetzt am Ende den vielzitierten Roman von Houellebecq für's Verständnis der Platte gelesen haben muß, ist mir ehrlich gesagt piepegal, mir gefällt sie auch so schon ganz gut ...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Jaaaaaaaaaaaaa... 29. Mai 2009
Format:Audio CD
...da ist er. 10 Jahre nach "Avenue B" kommt nun der legitime Nachfolger. Ich konnte den letzten harten Alben leider nicht viel abgewinnen, war mir zu gewollt agressiv. Gut, dies hier ist vielleicht zu gewollt laid back. Aber iggys Stimme passt einfach hervorragend zu den Songs. Ganz große Klasse, natürlich sehr kurz, aber dafür auch kein Ton zuviel.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Günther TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Mit der Überschrift wäre die Stilrichtung wohl hinreichend beschrieben. Dieses Album beinhalten eine Spur von so ziemlich allem was der Klang-Kosmos hergibt, ohne dabei im Klang-Chaos zu verenden. So widersprüchlich das klingt, es gelingt! - und genau das macht es zu einem wahren Kunstwerk! "Preliminaires" von Iggy Pop ist, trotz aller Experimente, ein vollkommen homogenes Album und ein besänftigendes, anspruchsvoll entspannendes obendrein.
Es will scheinen, als stand Serge Gainsbourg bei der Entstehung von "Preliminaires" Pate. An vielen Punkten des Albums taucht der Geist des legendären Exentrikers und ewigen Provocateurs unter den Chansonniers auf. Das Duett "Je sais que tu sais" erinnert angenehm an Gainsbourgs Songs mir Brigitte Bardot oder Jane Birkin. Der Jazz-Chanson-Charakter dominiert das Album und doch gerade die Klang-Kontraste zum Punk ("Nice to be dead") oder Elektro-Pop ("Party time") spiegeln auch Gainsbourgs Neigung, den Hörer mit Unerwartetem zu konfrontieren. Bei "He's dead / She's alive" ist man kurz an Bob Dylan erinnert um letztlich, nicht zuletzt der häufigen französischen Textpassagen wegen und auch wegen der, im besten Wortsinn, unanständig tiefen, sonoren Stimmlage Iggy Pops, doch ganzheitlich den Eindruck zu gewinnen, hier schüttet ein naher Verwandter Gainsbourgs, ein alter Klang-Experimentierer seine Seele aus. Ein wunderbares Album, was man gehört, ja erlebt haben sollte.
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