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Meine Preise (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 16. August 2010

4.5 von 5 Sternen 25 Kundenrezensionen

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Oft erweisen sich „Erstausgaben aus dem Nachlass“ als dürftig getarnte Beutelschneiderei – hier nicht. Meine Preise ist eine in jeder Hinsicht gelungene und von Bernhard selbst so konzipierte Zusammenstellung von Prosatexten zu Preisverleihungen, drei „Dankesreden“ und der Erklärung seines Austritts aus der Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung. So zeugen die Prosatexte nicht nur von Bernhards Sprachkraft, sondern auch von seinem untrüglichen Instinkt für abgründige Details und groteske Fügungen. Und seine Ansprache bei der Verleihung des Bremer Literaturpreises gehört zum philosophisch Eindringlichsten, was Bernhard je geschrieben hat.

Tatsächlich birgt das wahrlich nicht besonders dicke Buch eine erstaunliche Vielfalt. Naturgemäß enthält es „klassische“ Elemente wie Bernhards Vaterlandshass und seine gnadenlos präzise Kulturbetriebsschelte. Letztlich eindrücklicher ist aber anderes; etwa die Zärtlichkeit, mit der er nicht nur seiner geliebten Tante, sondern auch des Präsidenten der Salzburger Handelskammer, Herrn Haidenthaller, gedenkt; oder die tiefe Verehrung, mit der er von Georg Büchner spricht, ohne über ihn zu sprechen; und nicht zuletzt der Humor, mit dem er etwa die Geschichte von der Umsetzung eines Preisgeldes in einen Autokauf mit anschließender Auslandsreise und Glück bringendem Totalschaden erzählt.

„... ja, wo ist denn der Dichterling?“ fragt bei der Verleihung des Grillparzerpreises die anwesende Ministerin in die Runde – den Gemeinten, Thomas Bernhard, unmittelbar neben sich. Nicht nur an dieser Stelle fragt man sich: Warum tut sich der Autor diesen Ehrenunsinn an? Der einfachste und von Bernhard selbst angegebene Grund ist: Geld. Tatsächlich haben insbesondere die ersten Auszeichnungen Bernhard gerettet: Die Nachricht von der Ehrengabe des Kulturkreises des BDI erreichte ihn als hoch verschuldeten „hundertprozentigen Todeskandidaten“ im Lungenkrankenhaus; und der Bremer Literaturpreis riss den Autor aus einer „Existenzkatastrophe“, ermöglichte ihm den Kauf eines alten Bauernhofes und damit sein Glück der Selbsteinmauerung. Doch an anderen Stellen geißelt Bernhard seinen eigenen Lebensrettungsmaterialismus, spricht von einem „großen Leck“ in seinem Charakter und entscheidet sich schließlich, keine Preise mehr anzunehmen, sich überhaupt nicht mehr „auf den Kopf machen“ zu lassen.

Aber hätte Bernhard all die Peinlichkeiten und Demütigungen, die ihm das Geehrtwerden eingebracht hat, im Nachhinein am liebsten ungeschehen gemacht? Schwer zu sagen. Obwohl man sich kaum vorstellen kann, dass der Autor Bernhard, der sein Leben immer zum Material seiner Bücher gemacht hat, auf Sätze wie den der desorientierten Ministerin gänzlich hätte verzichten wollen. -- Roland Große Holtforth, Literaturtest

-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Thomas Bernhard, 1931 in Heerlen (Niederlande) geboren, starb im Februar 1989 in Gmunden (Oberösterreich). Er zählt zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellern und wurde unter anderem 1970 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1972 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Der Suhrkamp Verlag publiziert eine Werkausgabe in 22 Bänden.



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Von wolfgang neubacher TOP 500 REZENSENT am 8. Februar 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Der geübte Thomas-Bernhard-Leser - zu dem der Schreiber dieser Zeilen seit Jahrzehnten zählt - hatte nicht unbedingt immer sehr viel zu lachen (am ehesten in manchen seiner Theaterstücke).
Nun taucht aus dem Nachlass ein schmaler Band auf, den man mit uneingeschränktem Vergnügen liest. Einerseits fehlen natürlich nicht die typischen Bernhardschen Übertreibungen (Bremen sei eine "kleinbürgerliche, unzumutbar sterile Stadt"; im österreichischen Unterrichtsministerium herrschten nur "Stumpfsinn und Heuchelei"; im österreichischen Kunstsenat säßen nur "Arschlöcher" usw.); andererseits lernen wir einen völlig anderen Thomas Berhard kennen: Er braucht einfach die diversen Preisgelder, "outet" er sich; von einem kauft er sich eine Ruine, nämlich einen alten Bauernhof, den er zu einem Schmuckkästchen ausbaut ("Nathal").
Eine wichtige Rolle spielt dabei immer wieder seine Tante, "sein Lebensmensch", auf deren Rat er aber gerade beim oben erwähnten Kauf nicht hört...
Der Leser erfährt bei der Lektüre so einiges Interessantes: über die österreichische Kulturpolitik der 60er Jahre (die weitgehend wirklich katastrophal war - vor allem, was die moderne Literatur betraf); über die Flucht eines Unterrichtsministers, als Berhard in seiner Festrede (nachzulesen!) den Staat angreift usw.
Ein höchst vergnügliches, höchst menschliches Buch eines ganz großen österreichischen Poeten!
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Format: Gebundene Ausgabe
"Meine Preise", herausgegeben aus dem Nachlass des 1989 gestorbenen Schriftstellers, berichtet in kurzen Abschnitten über Bernhards Erfahrungen mit Literaturpreisen. Der Autor, der in seinen späteren Jahren keine Preise mehr annahm, interessierte sich in der Hauptsache für die Preisgelder jener Auszeichnungen, die er ansonsten zunehmend als demütigend und lächerlich empfand.
Und so packt der vielfach Geehrte einiges aus an Anekdotischem und spart dabei auch nicht an Selbstironie und -kritik.
Die Einblicke in den Literaturbetrieb sind erhellend und bissig. Als Jurymitglied für den Bremer Literaturpreis schlägt Bernhard Elias Canetti vor, der aber mit der Erklärung "Der ist aber auch Jude!" von den Juroren abgelehnt wird. Der geschockte Bernhard beteiligt sich nicht mehr an der Diskussion, verfolgt aber mit diebischer Freude, wie sich die völlig Ahnungslosen schließlich auf Wolfgang Hildesheimer einigen, ohne zu wissen, dass auch dieser Jude ist.
Auffällig ist, dass "Meine Preise" weniger streng in der Form gestaltet ist als die bekannten Bernhard-Werke. Der Dichter verlässt hier einmal seine hermetischen, hochmusikalischen Sprachwelten und wirkt in diesen autobiographischen Betrachtungen gelöster und auch menschlicher. So berichtet er von seiner geradezu kindlichen Freude über sein erstes eigenes Auto (ein weißer Herald mit roten Ledersitzen und Holzarmaturen)- wer hätte sich den lungenkranken Misanthropen lachend und singend über jugoslawische Felsen kletternd vorstellen können?
"Meine Preise" ist ein schönes Buch, welches künstlerisch vielleicht nicht an die großen Werke des Dichters heranreicht, dabei aber den Menschen Thomas Bernhard näher bringen kann.
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Von Oe am 14. Januar 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Neunzehnhunderteinundneunzig, ich kann mich noch gut erinnern, habe ich als Zwanzigjähriger in einer Buchhandlung am Münchner Marienplatz Thomas Bernhards "Wittgensteins Neffe" gekauft, weil der Name 'Wittgenstein' auf dem Titel stand und das Taschenbuch so schöne Farben hatte, dunkelgrün mit hellblauer Schrift. Vom Autor Thomas Bernhard hatte ich bis dahin keinen blanken Schimmer. Bereits am nächsten Tag hatte ich einen kleinen Schimmer und habe mir in derselben Buchhandlung "Holzfällen" und "Alte Meister" besorgt. Seit dieser Zeit ist Bernhard mein Lieblingsschriftsteller, zumindest was die Belletristik betrifft.
Zum zwanzigsten Todestag Bernhards wird nun mit "Meine Preise" das erste längere Werk aus seinem Nachlass veröffentlicht. Entstanden ist es in der Zeit, in der auch "Wittgensteins Neffe" geschrieben wurde, mit dem es auch sehr viel gemein hat. Das merkt man auf jeder Seite. "Meine Preise" könnte deshalb mit vollem Recht auch "Meine Tante. Eine Freundschaft" betitelt sein. Denn Bernhards Tante, sein Lebensmensch Hedwig Stavianicek, steht auf den knapp 120 Seiten ähnlich im Mittelpunkt, wie Paul Wittgenstein in "Wittgensteins Neffe".
"Meine Preise" ist nicht so perfekt durchgearbeitet wie die zu Bernhards Lebzeiten veröffentlichte Prosa. Trotzdem halte ich es für das beste Stück deutscher Literatur seit "Alte Meister", also seit 1985. Besonders die Erzählungen zum Grillparzerpreis, zum Julius-Campe-Preis und zum Kleinen Österreichischen Literaturpreis sind köstlich und haben mir Tränen in die Augen getrieben. Sehr schön ist auch die Episode bei der Verleihung des Büchnerpreises.
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