Ich zitiere nicht gerne Sätze aus Büchern. Hier tue ich es und zwar gerne: Höchste Zeit aufzubrechen... Und zwar in die Buchhandlung zu gehen, sich diese Trilogie zu bestellen, sofort zu lesen und mit einem zufriedenen Seufzer in seine Bibliothek zu stellen...
Auch wenn ich persönlich nun froh bin und mich nach allen Teilen zufrieden wieder in meinem eigenen Lesebereich zurückziehen kann, so habe ich diese Bücher sehr genossen. Ziehen wir ein kleines Resümee:
Teil 1, war für mich der unspannendste Teil; wie das meistens bei Reihen so ist. Die Geschichte will aufgebaut und erzählt werden, es bleibt wenig Platz für Spannung oder Story.
Teil 2, war für mich der beste Teil: unglaublich viel Spannung, viele emotionale Wendungen und vor allem ein intensiver Hauptbereich, wenn auch mit kleineren Fehlern behaftet, die aber - wenn überhaupt - wenigen auffallen werden.
Teil 3, war ein erfolgreicher Abschluss, einer sehr guten Fantasy-Reihe, die ich ohne mit der Wimper zu zucken, jedem Fantasy-Leser, aber auch dem ungeübten Auge dieses Genre, empfehlen würde.
Die Auflösung und das Ende der Mörderjagd erinnerte mich ein wenig an Indiana Jones und der Tempel des Todes. Auch wenn ich von Anfang an die richtige Nase für Mörder und Auflösung parat hatte, so kann man nicht von einem vorhersehbaren Plot sprechen; denn das wäre Singer gegenüber unfair. Unfair allerdings finde ich das immer schlechter werdende Korrektorat, welches in Teil 3 sichtlich noch mehr nachgelassen hat.
Absolute Bewunderung in diesem Teil findet wieder einmal eine kleine Randfigur namens Sans. Eine kleine verhuschte Luna Lovegood geballt mit Sukie Ridgemont (= M. Pfeiffer in Die Hexen von Eastwick). Hier hat Singer eine Figur erschaffen, an der sich jeder Leser hocherfreuen wird. Hamilton hat mich im übrigen 3 Teile lang an Ian McKellen erinnert; wer Sakrileg kennt, wird wissen was ich meine.
Wood, Susan, Riley und Liz erleben das Abenteuer ihres Lebens und Singer hat die ganze Story in bester alter Indy-Manier aufgebaut und doch wieder ihre eigene Geschichte daraus gemacht.
Man kann definitiv sagen, dass Singer hier Großes geleistet hat und ich hoffe, dass diese kleine Trilogie noch sehr viele Leser anziehen wird.
Fazit: Indiana Jones geballt mit Die Hexen von Eastwick, Ghost - Nachricht von Sam und Silberlicht = Und der Preis ist dein Leben. Auch wenn ich Titel und Cover immer noch nicht mag, so ergibt es in Teil 3 seinen Sinn. Sinn ergab nur das schlechte Korrektorat nicht; hier wird der Autorin meiner Meinung nach sehr geschadet. Ich bin nicht die geübteste Fantasy-Leserin und auch wenn ich mit einem kleinen Seufzen die Trilogie nun in die Bibliothek stelle, so bin ich auch wieder froh, mich meinem eigenen Lesebereich widmen zu können. Singer hat aber ganz große Arbeit geleistet und für ein Debüt ist das mehr als man verlangen kann! Singer ist definitiv eine Fantasy-Schriftstellerin, die sich in die Riege der Großen reihen darf: Rowling, Meyer, Moers und Whitcomb... Absolut herausfiltern möchte ich diesmal wieder eine kleine Randfigur. Sans; sie hat mir unglaubliche Freude bereitet und ist eine wunderbare Mischung aus Luna und Sukie... Und wer weiß, vielleicht treffen wir ja irgendwann wieder auf Sans, Kim, Prof. Worthing, Wood, Susan und natürlich auf Liz und ? ... findet es selbst heraus! Höchste Zeit aufzubrechen!
Viel Spaß!