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Der Preis des Schweigens. Erfahrungen eines Unternehmers
 
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Der Preis des Schweigens. Erfahrungen eines Unternehmers [Gebundene Ausgabe]

Eberhard von Brauchitsch , Thomas Karlauf
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 302 Seiten
  • Verlag: Propyläen (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3549057784
  • ISBN-13: 978-3549057780
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 727.925 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Die Tageszeitung, 01.04.2000
Christian Semler knöpft sich den Memoirenband des einstigen Flick-Managers und Kohl-Freundes Eberhard von Brauchitsch vor, der bereits im Spätsommer letzten Jahres erschienen ist und sich ausnimmt "wie ein Präludium zur CDU-Spendenaffäre". Von Brauchitsch offenbart auch in seinen Memoiren den "Preis des Schweigens" nicht wirklich, schreibt Semler. Es bleibt unklar, warum von Brauchitsch damals geschwiegen und was er verschwiegen hat, als ihm wegen Bestechung und Steuerhinterziehung der Prozeß gemacht worden ist. Freund Kohl ist dennoch auf Distanz gegangen. Von Brauchitsch rächt sich nicht, er ekelt sich eher, meint der Rezensent. Zum Schluß habe von Brauchitsch aber doch eine kleine Sensation lanciert: Wolfgang Schäuble hat ihn nämlich angeblich gebeten, nichts zu Lasten von Helmut Kohl auszusagen. "Das dürfte auch den Staatsanwalt interessieren", meint Semler.

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

"Eberhard von Brauchitsch stand im Mittelpunkt eines der spektakulärsten Politskandale der Nachkriegszeit. In seiner Autobiographie 'Der Preis des Schweigens' versetzt er nun den ehemaligen Geschäftspartnern aus der Politik einen kräftigen Tritt." (Der Spiegel)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der Ex-Geschäftsführer des Flick-Konzerns wurde u.a. durch die Flick-Spendenaffaire bekannt. Von Brauchitsch hatte Kontakt zu allen Großen der Wirtschaft & Politik: Helmut Schmidt und Helmut Kohl, Biedenkopf, die Flicks, Axel Springer uvm. Hier nun bricht er - wenn auch nur begrenzt - sein Schweigen und fasst, menschlich insbesondere von Kohl schwer enttäuscht, den Skandal aus seiner Sicht zusammen. Im Wesentlichen erfährt der Leser jedoch in umfangreichen Details die Vita und Karriere eines der hochkarätigsten Manager der deutschen Wirtschaft.

1926 geboren, erlebte von Brauchitsch das Wirtschaftswunder und die Veränderungen der BRD über die Jahrzehnte. Und da er in den oberen Etagen arbeitete, erhält der Leser Insider-Einsicht hinter die Kulissen, insbesondere natürlich beim Flick-Konzern. Er geht dabei tief in die Details, z.B. in die Steuergesetzgebung oder Diskussionen zu einzelnen Beteiligungen, weshalb der Leser ein besonderes Interesse daran mitbringen - und ggf. auch mal Seiten überspringen sollte. Von Brauchitsch stellt dar, wie an der Spitze Deutschlands Politik und Wirtschaft ineinander fließen - und wie die (illegale) Parteienfinanzierung mittlerweile fester Bestandteil geworden ist. Parteispenden bezeichnet er als "Schutzgeld der Wirtschaft". Die Flick-Affaire sei kein Einzelfall, sondern die Regel. Ein weiterer trauriger Höhepunkt ist die Entführung seines Freundes Hanns-Martin Schleyer durch die RAF.

Von Brauchitsch ist ein Vollblut-Unternehmer mit strikter Arbeitgeber-Sichtweise, daher werden sich Einige an gewissen Aussagen stoßen. Und er stellt sich ehrenwert dar, er war in allen Gerichtsprozessen "diskret" und wollte und will damit ein kaputtes System schützen, das ihn hochgehoben - und fallen gelassen hat. "Der Preis des Schweigens sind Jahre der Einsamkeit." Als Bestandteil dieses Systems bemitleidet man ihn deshalb nur bedingt bei seinem Vorwurf, der "Spiegel" hätte ihn bei seiner Berichterstattung nicht gefragt: Brauchitsch hat ja auch nichts herausgerückt, Diskretion hatte immer Priorität. Seine wirtschaftlichen Ansichten fand ich hingegen weitgehend überzeugend. Soweit es um die mangelhaften Rahmenbedingungen geht, die dieser Staat mit seiner chaotischen Politik und seit Helmut Kohl mit dem konsequenten Aussitzen wichtiger Reformen schafft, sitzen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im gleichen - sinkenden - Boot. Insgesamt ein in weiten Teilen informatives, stilistisch hervorragendes und lesenswertes Buch mit interessanten Einblicken in Deutschlands Top-Management, das sich jedoch öfters in biographischen Details verliert und dadurch die brisanteren Themen leider verwässert.

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch „Der Preis des Schweigens" ist auf den ersten Blick verlockend, weil es die Erwartung weckt, hier würde ein Manager aus der Industrie, der eng mit dem sogenannten Parteispendenskandal in Verbindung stand, einmal dem Lesepublikum einen Einblick in das Lobbying und die Art und Weise der „Pflege der politischen Landschaft" durch die Wirtschaft geben wollen. Eine solche Darstellung wäre vor allem dann zu begrüßen, wenn sie ehrlich, offen und ohne Verdunkelung der Interessen erfolgte, mit denen die Unternehmen Parteien oder einzelne Politiker finanziell unterstützen. Doch dieses Ziel verfolgt von Brauchitsch nicht, eventuell weil er sich dann selbst nicht mehr so als Ehrenmann würde präsentieren können, wie dies hier durch die Schilderung seines beruflichen Werdegangs geschieht. Eberhard von Brauchitsch legt gleich zu Beginn des Buches klar, dass ihm nicht an Enthüllungen gelegen sei, er keine Schuldzuweisungen machen möchte und weiterhin die Diskretion aufrecht erhalten möchte, die er während des gegen ihn geführten Prozesses gegenüber involvierten aber von Gedächtnisschwund geplagten Politikern gewahrt habe. Die Konsequenz ist, dass an entscheidenden Stellen die Ausführungen unpräzise werden und die Interessen, von denen die Unternehmen sich bei der Pflege der Politiker und Parteien leiten lassen, ausgeklammert bleiben. Im ersten Kapitel geht von Brauchitsch auf die Nachkriegsjahre ein und bedauert, dass er mit niemanden zusammenkam, der ihm das alles, was während der Zeit des Nationalsozialismus an Grausamkeiten passiert ist, hat erklären können. Aus diesem Bedauern heraus hätte es na-hegelegen, wenn von Brauchitsch daraus die Lehren gezogen hätte, und heute über die - selbstverständlich keineswegs in ihrer Tragweite mit dem Nationalsozialismus vergleichbaren, aber dennoch demokratiegefährdenden Praktiken der Parteienfinanzierung offen berichtet hätte. Doch dies geschieht nicht. Von Brauschitsch stellt sich vielmehr als edler Mensch, ja als Märtyrer dar, der vor Gericht die Politiker geschont hat und dafür kein Dank erhalten habe. Sehr merkwürdig mutet auch die These an, die Unternehmen würden von den Parteien zu Schutzgeldzahlungen genötigt. „ Weder die Friedrich Flick KG noch irgendein anderes der mir bekannten großen Unternehmen hätten aus freien Stücken einer politischen Partei Geld zukommen lassen. Bei den Zahlungen an die Parteien handelt es sich vielmehr um Schutzgelder. (...) Das Wohlverhalten der Politiker gegenüber der Wirtschaft war davon abhängig, daß die Wirtschaft ihren Obolus entrichtete" (Seite 104). Mit dieser Argumentation wird eine aktive Rolle der Unternehmen - nämlich mit den Geldzahlungen bei politischen Entscheidungen ihrer Interessen durchzusetzen - bestritten. Die Unternehmen rücken in die Opferrolle, die Parteien werden zum geldgierigen Schreckgespenst. Auch an dieser Stelle wäre dem Autor mehr kritische Ehrlichkeit gegenüber seiner eigenen Rolle angemessen gewesen. In der Darlegung der Vereinigung Deutschlands und der Bewertung des Einigungsvertrages wirkt bei Eberhard von Brauchitsch noch stark das Denken in den Kategorien des „kalten Krieges", ja der sozialistischen Verschwörung gegenüber den freiheitlichen Kräften der Marktwirtschaft nach. Nach seiner Meinung wurden die Vertreter Bonns beim Einigungsvertrag von den Profis aus dem Osten über den Tisch gezogen. So schreibt er auf Seite 261: „Es wäre durchaus denkbar, daß uns im Zuge der Wiedervereinigung 1989/90 auf kaltem Wege doch noch der Sozialmarxismus der SED eingeholt hat". Das Buch ist in den Passagen interessant, wo von Brauchitsch beispielsweise über die Bemühungen berichtet, die Werke im mitteldeutschen Chemiedreieck zu retten. Der Dilettantismus der Treuhand - Anstalt und die unterschiedlich Interessensphären werden hier durchaus sichtbar. Auch die Beschreibung der Ereignisse um die Entführung von Hanns Martin Schleyer und das Engagement von Brauchitsch zu seiner Rettung ist überzeugend. In der Summe ein lesenswertes Buch, das allerdings die Erwartungen, die durch den Titel angesprochen werden, keinesfalls erfüllt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zeitdokument 15. November 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Von Brauchitsch berichtet in vorliegendem Bändchen sehr glorifizierend über Herrn Flick(senior) und sein Wirken in dessen Konzern. Das ganze wird in Erzählform von kleinen Geschichtchen wiedergegeben die in erster Linie die Bezugsnähe und Respekt von Herrn Flick zu seiner Belegschaft wiedergeben.
Zitat:"Als die Japaner nach der Vorstandssitzung gegangen waren ging Flick mit seinem Chauffeur in die Düsseldorfer Altstadt und trank ein Bier."
In weiterem wird weiterführend das Auseinanderdriften des Verhälnisses neuerer Manager die nur noch Shareholdervalue orientiert sind und die sicherlich auch keine Identifikation mehr mit ihrer Belegschaft aufweisen und ihres Handlungstaten wie z.b Verlagerung von Arbeitsplätzen in das Ausland usw.zum Schaden der einheimischen Wirtschaft beschrieben.
Es ist vom Autor abspürbar das es mit Herzblut geschrieben ist und er einer sehr personalverantwortlichen Stil in seinem Managerleben ausgeübt hat.
Bezugnehmend auf den Titel wer oder was verschwiegen wurde sind so gut wie keine Informationen enthalten.
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