Mit "Preis der Lüge" ist James Grippando wieder ein spannender und vor allem undurchsichtiger Thriller geglückt.
Der Anwalt Jack Swyteck soll eine Frau vetreten, die angeblich ihren Mann, einen ranghohen Militäroffizier auf Guantanamo, erschossen hat. Diese Frau, Lindsey Hart, behauptet außerdem, daß Jack der leibliche Vater ihres Adoptivsohnes ist. Und obwohl Jack die Story reichlich seltsam findet, entschließt er sich dennoch, die Verteidigung für Lindsey zu übernehmen. Doch bald schon bereut er seine Entscheidung, da seine Mandantin ihm eine Lüge nach der anderen auftischt. Und natürlich erschwert seine persönliche Verknüpfung zu dem Fall seine Objektivität.
Anfangs dauert es etwas, bis man als Leser in die Geschichte "eingelesen" ist. Dann allerdings überschlagen sich die Ereignisse und der Gerichtsprozess, der einen Großteil des Buches einnimmt, erfährt ständig neue Wendungen. Bei dem Buch handelt es sich um einen kniffligen Roman mit undurchsichtigen Verbindungen, der den Leser bis zu den letzten Seiten mitraten läßt. Auch wenn der Spannungsbogen überschaubar ist, ist die Handlung nicht vorhersehbar und der Thriller bietet gute Leseunterhaltung. Deshalb gebe ich auch für diesen Grippando 5 Sterne.