Eine Jugendliche im Milieu der Armut, alles verdreckt, von der Mutter täglich gedemütigt und bedroht, vom Vater vergewaltigt, spürt in sich eine Kraft, diese Hölle zu entrinnen.
Darum geht es in diesem Streifen. Eine kam durch. Ein Happy end ? Vielleich, aber sicher ein Durchbruch, ganz langsam,aber stetig.
Wie kann sie dies überhaupt überleben ? Indem sie sich zu macht, körperlich zu, durch Unmassen an Gewicht, als Schutz, seelisch zu, durch fast permanentes Schweigen.Erst einmal ist eine solche Person kein Synpathieträger. Die wahre Gabourey Sidibe berichtet von der Verachtung,die ihr in ihrem Leben wegen der Figur entgegenschlug. Aber: Es ist erst einmal kein anderer Schutz da, deswegen bleibt ihr nur der Eigenschutz.Ganz langsam kann sich die Psyche öffnen.
Befreiung aus der Hölle, Übernahme von Verantwortung für das eigene Leben.
Kein Hollywood-Kino. Eher die Konfrontation mit dem dunklen Teil der Gesellschaft.
So viel Elend und zugleich werden Chancen gezeigt. In der grössten Not wächst die Rettung auch.
Eine kommt durch, wieviele werden daran zerbrechen ?
Wahrscheinlich eine Mehrheit. Sehr gut beschrieben, wie die Mutter von diesen Verhältnissen vollkommen überfordert ist und sich von jeglicher Aktivität verabschiedet.Sie ist zu schwach für die "Verhältnisse". Ist man in einem ersten Schritt geneigt, sie zu verurteilen, stellt sich doch bei genauerem Hinschauen Mitgefühl ein. Keine Rechtfertigung, Mitgefühl, dieser Situation nicht gewachsen zu sein. Die Schande ist so gross, dass sie sich dieser eigentlich nicht stellen kann.
Ein Film, der einen ergreift. Und zum Nachdenken nötigt, wie denn in solchen Verhältnissen ein normaler Mensch nicht zerbricht? Dass man durchkommen kann, gibt ein wenig Hoffnung. Vielleicht ist es Kino, vielleicht aber auch die Chance der wenigen, in denen eine Kraft wächst, an diesem Elend nicht zu zerbrechen.