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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"Ich will nicht in die Hölle, aber dort werde ich hinkommen",
Von Daydreamer "Filmfan" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Prayers for Bobby (DVD)
- Kalifornien, 1979. Bobby Griffith (RYAN KELLEY) ist ein junger Mann, er sieht gut aus, ist beliebt und möchte irgendwann einmal Schriftsteller werden. Klingt nach einem guten Leben, aber dieser Bobby hadert stark mich sich selbst, denn er weiß, daß er "anders" fühlt.Eines Tages erzählt er seinem Bruder Ed, zu dem er ein gutes Verhältnis pflegt, dass er glaubt schwul zu sein. Als dieser es entgegen Bobbys Wunsch seiner Mutter Mary (SIGOURNEY WEAVER) erzählt, ändert das ungewollte Coming-Out das gesamte Familienleben. Mary, eine konservative und streng gläubige Christin, kann sich damit nicht abfinden, denn für sie ist Schwulsein eine Sünde. Sie kritisiert seinen Kleidungsstil, seine Körperhaltung, außerdem hängt sie fort an Bibelferse im ganzen Haus auf und schickt Bobby zu einer Psychiaterin. Er befolgt ihre Bitte, an sich zu arbeiten und mehr zu beten, aber mehr aus Verzweiflung und Anerkennung für seine Mutter, die damit nicht klarzukommen scheint. Bobby aber erkennt, dass er sich nicht ändern kann, er wird zunehmend depressiv, schmeißt die Schule und zieht vorübergehend zu seiner Lieblingscousine nach Portland, um aus dem engstirnigen Umfeld zu entfliehen. Beide verbringen eine gute Zeit miteinander, außerdem lernt Bobby einen Typ namens David kennen, in dem er sich auch verliebt. Mary reagiert, wie erwartet, alles andere als einsichtig auf seine Beziehung und anstatt sich für Bobby zu freuen, sagt sie ihm noch mal in aller Deutlichkeit, dass sie sich keinen schwulen Sohn wünscht. Als dieser ihr antwortet, sie habe ab sofort keinen Sohn mehr, kontert sie darauf mit einem drakonischen "Bye". Als Bobby daraufhin auch noch seinen Freund mit einem fremden Mann Hand in Hand und lachend aus einem Club davongehen sieht, verliert er komplett seinen Lebensmut und stürzt sich, innerlich gebrochen, rückwärts von einer Autobahnbrücke, wo er von einem Sattelzug überrollt wird. Nach Bobbys Selbstmord entdeckt Mary sein Tagebuch und versucht im Glauben nach Antworten für sein Verhalten zu finden. Als sie schließlich erkennt, dass Bobbys Homosexualität weder Sünde noch eine simple Wahl des Lebenswandels ist, beginnt sie, sich zunehmend gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von Schwulen und Lesben zu engagieren. - Der Film wurde 2009 für den amerikanischen TV-Sender Lifetime produziert und beruht auf wahre Begebenheiten, Mary Griffith gibt es wirklich, eine Frau, die durch ihr mutiges Engagement in Amerika zur einer Art Gallionsfigur wurde. PRAYERS FOR BOBBY ist sehenswert, auch wenn ich finde, dass er stellenweise etwas zu pathetisch daherkommt, so ist die Wichtigkeit dieser Thematik natürlich mehr als essentiell. Kein Mensch sollte wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert oder verachtet werden, Liebe ist ein natürliches Bedürfnis. Und wie im Falle Bobby kann man es sich ja auch nicht "aussuchen" wie man ist oder wen man liebt. Ich wäre allerdings schon gespannt, wie der Streifen aussehen würde, wenn dieser Film für's Kino produziert worden wäre. Das frage ich mich deswegen, weil man dieser Produktion einen gewissen "Fernsehfilm-Charakter" durchaus ansieht. Aus den vorhandenen knapp 90 Min. könnte man locker zusätzlich 30 Min. dranhängen und z.B. die Beweggründe von Mary, die ja zuerst eine überzeugte Gegnerin von Homosexualität ist und dann eine Wandlung zur Aktivistin und Befürworterin durchzieht...im Film wird dieser interessante Aspekt leider zu kurz angeschnitten, finde ich. Trotzdem, der Film ist gut, die Schauspieler agieren überzeugend, insbesondere RYAN KELLEY und natürlich die wie immer erstklassige SIGOURNEY WEAVER, die ich schon lange sehr verehre. Das Schlußbild besitzt ebenfalls Symbolkraft: Man sieht Mary zusammen mit ihrer Famile und anderen Eltern beim Christopher Street Day in San Francisco marschieren, als sie am Straßenrand einen jungen Mann sieht, der ihrem verstorbenen Bobby sehr ähnlich sieht. Sie geht zu ihm und umarmt ihn und schließt dabei Frieden mit den Tod ihres Sohnes, mit dem Schwur sich für die Rechte der Schwulenbewegung stark zu machen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Berührender und ehrlicher Film!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Prayers for Bobby (DVD)
Der Film erzählt die wahre Geschichte von Mary Griffith, einer Fundamentalchristin, die es nicht akzeptieren kann, dass ihr Sohn Bobby homosexuell ist sowie von ihrem Wandel nach dem Freitod ihre Sohnes zu einer Kämpferin für das Recht von Homosexuellen Menschen. Der Weg dahin ist lang, aber der Film zeigt dies auf eindrucksvolle und bewegende Weise. Von ziemlich heftigen Szenen über die Auslegung der Bibel in Bezug auf gleichgeschlechtliche Liebe bis hin zu Monologen, die Augen öffnen sollten.Der Film ist zwar "nur" eine TV-Produktion für das amerikanische Fernsehen, aber davon merkt man absolut nichts. Das liegt nicht zuletzt an der packenden und emotionalen Umsetzung einer interessanten und erschütternden Geschichte, sondern auch an den hervorragenden Schauspielern. Jeder Schauspieler macht seine Sache unbeschreiblich gut, herausstechen tun aber zwei Darsteller. Ryan Kelley spielt Bobby so authentisch, dass man ihm seine Zerissenheit und seine Angst abkauft. Sigourney Weaver ist eine fantastische Schauspielerin und ihre Leistung ist wirklich hervorragend. Sie spielt unglaublich glaubhaft und man kann mit ihrem Charakter mitleiden, auch wenn man sie und ihren Glauben nicht verstehen mag. Das hätte wohl nicht jede Schauspielerin geschafft. Sympathien bringt sie nach ihrem Wandel auch viele auf, besonders aber durch eine Rede, die sie im Fernsehen gehalten hat. Danach kann man dem Charakter einfach nicht böse sein. Ein fantastischer, kleiner Film über das Thema Homosexualität sowie Toleranz und Intoleranz im Bezug darauf. Zwar bietet der Film harten Tobak, geht aber insgesamt mit dem nötigen Respekt an das Thema heran, ist sehr ernst und emotional. Eine tragische Geschichte, packend umgesetzt und fantastisch gespielt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zutiefst verstörend... und doch... läßt Hoffnung keimen.,
Von Musikliebhaber87 "Edgar" (Insel Sylt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Prayers for Bobby (DVD)
'Prayers for Bobby'.Ein Film über eine wahre Geschichte. Ein junger Mann, der merkt, daß er nicht so tickt, wie alle anderen und eine Mutter, die in ihrem Tiefsten Innern nicht damit umgehen kann. Der junge Bobby merkt, daß er schwul ist und sucht Hilfe und schutz bei seiner Mutter, welche mindestens genauso erschüttert und verunsichert ist wie er, doch, sie denkt, Kraft in einem Glauben zu finden, der sie davon abhält, ihren Sohn, den sie über alles liebt, in die Arme zu schließen und zu sagen "Ich bin da und es gibt nichts, was du fürchten müßtest." Die Furcht und die Ablehnung lassen Mutter und Sohn immer weiter auseinanderdriften, bis es für Bobby selbst scheinbar keinen anderen Ausweg mehr gibt: er beendet sein Leben. Seine Mutter sieht darin sich selbst und ihren Glauben in einen Abgrund treiben, dem sie mit der Kraft ihres Glaubens nicht mehr entfliehen kann. Sie begibt sich auf die Suche nach neuen Antworten auf alte Fragen, sie sucht nach Verständnis für ihren Sohn, seine Situation, seine Gefühlswelt, die doch scheinbar von fast jedem in seinem Leben abgelehnt und mit Füßen getreten wurde. Ihr wird bewußt, was sie sich selbt und ihrem Sohn angetan hat, daß nicht für ihn da war, als er sie doch so dringend gebraucht hat. Dieser Film ist meiner Meinung nach etwas ganz Besonderes, denn er schildert daß Leben von zwei Menschen, Mutter und Sohn, die nicht zueinander fanden, als beide lebten. Erst als er stirbt, wird ihr klar, wie ignorant und abwertend sie sich ihm gegenüber gegeben hat und ihm damit mehr Leid zugefügt hat, als jeder, der ihn jemals "Schwuchtel" hätte schimpfen können. Es zeigt, wie engstirnig und abwesend wir alle in der Beurteilung anderer sein können. Ich, selbst schwul, bin froh, daß ich nie auf derartige Ablehnung gestoßen bin. Ich bin froh, daß ich immer von Menschen umgeben war, die mir Liebe und Trost gaben, wenn ich sie benötigte. Für Bobby Griffith galt das nicht. Es ist das Schicksal eines jungen Mannes und schildert doch das Schicksal vieler, die auf Mißfallen und Ablehnung treffen, obwohl sie doch gar nichts falsch manchen, sondern einfach so sind, wie sie sind. Jeder sollte diesen Film gesehen haben, er sollte ihn Schulen jungen Menschen und auch Erwachsenen gezeigt werden, um nahe zu bringen, wie es in unserer heutigen Zeit anscheinend nur wenige Dinge tun, was wir einem Menschen antun, wenn wir ihn ablehnen, nur weil er so ist, wie er ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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