„A prayer for Owen Meany" wird von vielen Lesern und Kritikern als der beste Roman von John Irving betrachtet.
Die Geschichte von Owen wird uns von seinem Freund John Wheelwright erzählt. Owen ist kleinwüchsig und hat eine fürchterliche Stimme. Im Alter von 11 Jahren stirbt Johns Mutter, da sie von einem Baseball am Kopf getroffen wird, der von Owen geschlagen wurde. Seit diesem Tag ist Owen davon überzeugt, dass er ein Instrument Gottes ist, dessen Leben auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet ist.
Um es ganz deutlich zu sagen: ICH MAG OWEN MEANY NICHT! Er ist ein abgehobener, arroganter, fanatischer, intoleranter und größenwahnsinniger Besserwisser, der anders denkende Menschen nicht ausstehen kann und ständig mit Bibelzitaten um sich schmeißt.
Es sind diese unterschiedlichen Reaktionen auf Owen Meany, die die Klasse des Romans ausmachen. Man kann ihn lieben, hassen, bemitleiden oder belächeln. Gleichgültig kann man auf ihn und seine Geschichte jedoch nicht reagieren.
Genauso spannend ist der Lebensweg des Erzählers, der im Hintergrund erzählt wird. John ist nach Kanada ausgewandert und kommentiert von dort aus das merkwürdige Verhalten seiner Landsleute vom Vietnamkrieg bis zur Ära von Ronald Reagan. Doch das Schicksal von Owen Meany bestimmt auch hier noch sein Leben.
Fazit: Ein Klassiker der Neuzeit, ein Roman, der keinen kalt lässt. Literature at its best!