Bei Leistungssteigerungen denken die meisten an größere Vergaser, optimierte Luftfilter, polierte Ansaugkanäle und andere Modifikationen aus dem klassischen Tuning. Oft vergessen wird dabei die Beitrag der Zündanlage für die Leistungsentfaltung eines Motors. Immer mit einem Seitenblick auf den Rennsport, der bei der Motorencharakteristik ganz andere Leistungsdaten fordert, als eine Motor im täglichen Einsatz bei der Fahrt zur Arbeit, erklärt der Autor Des Hammill im vorliegenden Buch „Praxishandbuch Zündanlagen“ die Funktionen der verschiedenen Teile einer Zündanlage und deren Bedeutung für das Gesamtsystem. Im Detail werden u.a. folgende Punkte in Einzelkapiteln besprochen: Frühzündung bei Hochleistungsmotoren, Festlegen der Frühzündung für Grundeinstellung und Leerlauf, Unterdruckverstellung, Zündzeitpunktmarkierungen, Grundlagen des Verteilers und anderes mehr. Es ist keine leichte Bettlektüre; man muss sich beim Lesen konzentrieren. Dann aber ist auch für den Laien nachvollziehbar und verständlich, welche Aspekte der Funktion und dem Abstimmen eines Zündsystems zu Grunde liegen. Wer hier nämlich nicht exakt weiß, was er tut, sorgt für erhöhten Treibstoffverbrauch, kann einen Motor seiner Kräfte berauben oder ihn im schlimmsten Fall sogar ruinieren. Schwächen zeigt das Buch leider im Bildbereich. Auf manchen Abbildungen „saufen“ dunkle Flächen und Bereiche fast völlig in Schwarz ab. Auch hätten einige Explosionszeichnungen das Verständnis der einzelnen Bauteile vereinfacht. Denn noch immer sagt ein Bild mehr als 1000 Worte.
Fazit: Geballtes Wissen auf für ein Buch recht wenigen Seiten, die es jedoch in sich haben und jedem ambitionierten Schrauber eine große Hilfe sein dürften, das „Mysterium“ Zündung zu verstehen und zu beherrschen.