Ich schreibe sonst nur Rezensionen, wenn ich selbst das Buch verkaufe und meine Verkaufschance zu erhöhen. Das ist bei diesem Buch anders, denn ich würde es nie verkaufen. Ich bin selbst Referendarin im Förderschulbereich.
Was ich an diesem Buch so schätze, ist dass es eine Fundgrube nicht reduziert auf Einstiegssituationen, sondern auf Methoden überhaupt ist. Man bekommt zu allen folgenden Themen Informationen zur Didaktik, Methodik und Durchführung im Unterricht sowie Überlegungen zu den Vorraussetzungen und Vorbereitung, Vorteilen und Nachteilen und Schwächen. Bei jeder Unterrichtsvorbereitung diente dieses Buch mir zunächst als Ideengeber, als Anreger, wenn man nach ner ausgeklügelten Sache für nen UB suchte. Dann diente es mir im Verlaufsplan zum sinnvollen Füllen des Meth.-did. Kommentars, der dann von den Ausbildern immer als positiv herausgehoben wurde. Der Themenfundus ist m.E. bisher in keinem anderen Buch erreicht und auch das umfassende Drumrum dazu. Auch für die Examensarbeit die Grundlage.
Themen: Stundeneröffnungsrituale, informierender Einstiegwiederholender Einstieg zur stofflichen Aufwärmung, Denkanstöße z.B. durch das Erzählen einer Geschichte oder etwas vormachen, vorzeigen, Konstruktion eines Widerspruchs, Verrätselung, Provozieren, Angebotstisch/ Lerntheke, Themenbörse, Thematische Lankarte, Mind Map, Speisekarte, Arbeitsplanarbeit, Simulationsspiele, Standbildbauen, Rollenspiel, Planspiel, Szenische Spiele, Stehgreif- und Pantomieme, Texttheater, Lernspiele, offene Spielformen, Erkundungsgänge, Ralleys, Experimente, Interviews, Reportage, Sprechmühle, Partenrinterview, Meinungskarussell, Collage, Cluster auch alles über Gesprächsformen wie Planungsgespräch, Brainstorming, Kopfsalat, Blitzlicht, Kreisgespräch, Streitgespräch, Debatte, Gruppenpuzzle (das liebe ich persönlich), Phantasiereise, Formen der Kritik von Schülerseite (Klebepunktaktion, Schneeballszenario, Semmelsurium, Unterrichtsvertrag)
Hier findet man manchmal einfach auch nen Namen und die Hintergrudninfos für eine spontane Idee, die man hatte, aber man nicht weiß, wie mans nennen und fundiert aufschreiben soll.
Ich kanns nur jedem Referendar und jeder Referendarin raten. Man kann es definitiv nie alles für "seine" Kinder brauchen, aber sogar ich in der Förderschule konnte es für mich oft in leicht umgewandleter Form gebrauchen und habe eigentlich dadurch oft Lobeeren geerntet, die ich an das Buch weitergeben müsste. Deshalb auch diese Hommage an das Buch :-)