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Praxis geschlossen: Wie Hausärzte und ihre Patienten unter dem Gesundheitssystem leiden [Broschiert]

Michael Borowsky
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

12. August 2010
Michael Borowsky gewährt in seinem aufrüttelnden Buch Einblick in den Arbeitsalltag eines niedergelassenen Hausarztes und analysiert anhand vieler Fallbeispiele aus seiner eigenen Praxis, wie Gesundheitspolitik, Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen systematisch überregulieren, schikanieren und kaputtsparen. Noch sind die Ärzte in der Lage, den Schaden von ihren Patienten abzuwenden. Doch längst ist klar: Die Axt ist an das Rückgrat der flächendeckenden medizinischen Versorgung gelegt. Die deutschen Hausärzte geraten wirtschaftlich zunehmend in Bedrängnis - und die Bürger werden die Folgen spüren.

Wird oft zusammen gekauft

Praxis geschlossen: Wie Hausärzte und ihre Patienten unter dem Gesundheitssystem leiden + Der verkaufte Patient: Wie Ärzte und Patienten von der Gesundheitspolitik betrogen werden + Krank in Deutschland: Ein Tatsachenreport
Preis für alle drei: EUR 38,89

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Produktinformation

  • Broschiert: 208 Seiten
  • Verlag: Rotbuch Verlag; Auflage: 1 (12. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867891125
  • ISBN-13: 978-3867891127
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 440.572 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Michael Borowsky, geb. 1949, war 25 Jahre lang im südbadischen Lörrach als hausärztlicher Internist tätig, bevor er 2008 seine Zulassung als Kassenarzt freiwillig zurückgab und seine Praxis verkaufte. Grund dafür waren die für ihn unerträglich gewordenen Arbeitsbedingungen im deutschen Gesundheitssystem.

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5.0 von 5 Sternen Praxis geschlossen - Ach so ist das also 30. August 2010
Ach so ist das also, habe ich immer wieder gedacht, als ich das Buch gelesen habe. Über vieles, wovon geschrieben wird, wird ja hier und da geredet. Aber warum das so ist, das wissen offensichtlich nur Insider. Es wurde Zeit, dass da mal jemand die Karten offen auf den Tisch legt.
Jeder mit der Gesundheitspolitik unzufriedene Bürger sollte dieses Buch lesen und überlegen, wie man dazu beitragen kann, die Situation etwas zu verbessern. Auf alle Fälle werden Sie, nachdem Sie das Buch gelesen haben, Ihren Arzt wenigstens verstehen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Hausarzt redet Klartext 10. Oktober 2010
Der Autor war 25 Jahre als Facharzt für Innere Medizin als Hausarzt in eigener Praxis im schönen Südwesten Deutschlands tätig, verhältnismäßig wohlhabende Gegend, Kleinstadt nahe Basel, Arztgattin als behütender Engel im Hintergrund, viel Arbeit, dankbare Patienten - ein Idyll, wie aus Vorabend - Arztserien? Leider nein. Nach 25 Jahren hat hier ein gestandener Hausarzt von diesem deutschen Gesundheitssystem die Schnauze gestrichen voll und gibt die Praxis schon mehrere Jahre vor dem eigentlich geplanten Ruhestand auf, möchte "seine Arbeitskraft diesem Gesundheitssystem nicht mehr zur Verfügung stellen." Nicht der bei aller Arbeitsbelastung schöne Beruf des Arztes macht ihm zu schaffen, sondern die gesetzlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Ausbaden müssen politischer Fehlentscheidungen zu Lasten eines vertrauensvollen und gedeihlichen Verhältnisses zwischen Arzt und Patienten, das Alleingelassensein von Seiten der öffentlich-rechtlichen Körperschaften, die den Arzt "eigentlich" vertreten sollen. Punkt für Punkt, Kapitel für Kapitel in einem auch für Ältere gut lesbar gedruckten nur gute 200 Seiten starken Taschenbuch listet Michael Borowsky auf, warum das deutsche Gesundheitssystem so funktioniert, wie es funktioniert, oder besser: eben nicht mehr funktioniert. Der Widersinn des Abrechnungssystems, jetzt zwar in Euro, statt früher in Punkten, aber je Patient und Vierteljahr nur bis zu einem bestimmten Eurobetrag, danach arbeitet der Arzt weiter für Gotteslohn bei weiterlaufenden Praxiskosten, der Wahnsinn der Bedrohung durch Regresse, nur einen bestimmten Betrag in Euro pro Patient und Quartal darf die ärztliche Behandlung kosten, sonst darf der Arzt den überschüssigen Betrag aus eigener Tasche ausgleichen, soll aber trotzdem seine Mitarbeiterinnen bezahlen und seine Familie ernähren, die Behandlung des erwachsenen Staatsbürgers und Arztes durch den Gesetzgeber, wie im Kindergarten - oder wie einen unmündigen DDR-Bürger? - durch nachzuweisende Fortbildungspunkte trotz täglicher Praxis und langjähriger Weiterbildung zum Facharzt nach langjährigem Medizinstudium, die unendlichen Änderungen der Änderungen von Richtlinien der Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen - all diese Dinge sind dem Rezensenten aus seinem eigenen Berufsalltag als niedergelassenem Facharzt für Dermatologie wohl bekannt, denn sie betreffen nicht nur die Hausärzte. Unabhängig von der Fachrichtung des Arztes produziert dieses Gesundheitssystem eine Verfahrensweise des "industriemäßigen Abarbeitens möglichst hoher Fallzahlen" mit möglichst wenig Bedarf an Beratungen, Untersuchungen und Verschreibungen, statt sich fachgerecht um die wirklich Behandlungsbedürftigen kümmern zu können. Diese mögen bitte je teurer Medikamentenverschreibung am liebsten noch 20 bis 100 Leute mitbringen, die eigentlich nicht krank sind, nur einmal im Quartal ihre Chipkarte einlesen, damit der Doktor nicht auch noch die Arzneimittel bezahlen muss. Die Probleme sind seit Jahren bekannt, trotz Protesten ändert sich nichts. Auch dieses Buch kann die Probleme nur benennen und spricht mir in vielen Dingen aus dem Herzen, wenn ich auch nicht alle Auffassungen des Kollegen teilen kann. Warum bemüht er an einer Stelle wieder das alte, schon von Schmidt und Lauterbach missbrauchte Klischee vom guten, preisgünstig behandelnden Hausarzt im Gegensatz zum überteuerte Diagnostik betreibenden Facharzt? Warum empfiehlt er als Finanzierung des Gesundheitssystems ausgerechnet die Bürgerversicherung; wird das Gesundheitswesen dadurch besser, dass es alle Bürger auf gleich schlechtem Niveau in die Gesetzliche Krankenkasse gezwungen werden? Das Buch benötigt im Anhang ein Glossar, nicht weil es so unverständlich geschrieben ist, sondern weil so viele Dinge in diesem Gesundheitssystem unverständlich sind, für jemanden, der nur als gesetzlich Versicherter die Hilfe seines Arztes braucht und ihn damit ungewollt in alle mögliche Bedrängnis bringen kann. Gerade den Nicht-Medizinern und nicht als Krankenkassenverwalter mit der Materie vertrauten empfehle ich dieses Buch. Den Betreffenden in Politik, Gesetzlichen Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen, Ärztekammern, und sonstigen öffentlich-rechtlichen Körperschaften, die ihre Existenz in diesem Gesundheitssystem rechtfertigen, möge dieses Buch die Schamröte ins Gesicht treiben und schlaflose Nächte bereiten, angesichts dessen, was sie Ärzten und Kassenpatienten seit Jahren zumuten.
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