Harry Edwards war einer der bekanntesten Geistheiler des letzten Jahrhunderts. Dass dieser Mann so einiges zu erzählen weiß, dürfte wohl fest stehen. So schildert Harry auf eine ganz natürliche und ungekünstelte Art, von seiner Arbeitsweise und wie dadurch Heilungen geschehen.
Harry arbeitet mit der Unterstützung seiner geistigen Helfer und fungiert "nur" als Kanal für deren Energie bzw. als Schnittstelle zwischen der geistigen Welt und dem Patienten.
Sehr positiv finde ich Harry's Fokus auf die Fernheilung, die ja von einigen Heilern eher stiefmütterlich behandelt wird. Großartige Erfolge hat er damit erzielen können.
Gewundert hat mich, dass Harry im Falle einer Fernheilung, mehr oder weniger "nur" ein Heilgebet anwendet.
Seine Vorgehensweise könnte man wie folgt umreißen. Einer Einstimmung mit der geistigen Welt, folgt eine Einstimmung auf den Patienten, dann eine Übermittlung der Patienten Symptome bzw. Probleme an die geistige Welt und abschließend ein um Heilung bittendes Heilgebet.
Kurz und knapp! Anders hätte er es auch nicht geschafft, täglich etliche Patienten zu bedienen.
Mir fehlt dabei ein wenig eine Anleitung für den Leser (für den angehenden Heiler), so eine Art punktuell beschriebene Herangehensweise an eine Heilungsitzung. So strukturiert ist es aber leider nicht. Man muß sich die einzelnen Schritte ein wenig herauslesen.
Harry betont, dass der geistige Führer weiß, wie er anhand der Patienteninformationen, diesen zu heilen hat. Warum werden dann aber am Ende des Buches viele verschiedene Vorgehensweisen des Heilers bei Kontaktbehandlungen vorgegeben? Also z.B. bei Problemen mit der Wirbelsäule sollte man dies oder jenes tun! Letztendlich heilt laut Harry immer die geistige Welt, ob sich der Patient nun vor einem auf der Liege befindet oder am anderen Ende der Welt. Wieso kann ich dann bei Fernheilungen die Arbeit in die Hände der geistige Welt legen, bei Kontaktbehandlungen aber nicht?
Mehrmals fällt mir auf, dass für Harry die Einstimmung mit der geistigen Welt und die damit entstehende Verbindung, der wohl wichtigste Aspekt beim Heilen ist. Die Güte dieser Verbindung entscheidet dann im weiteren Verlauf über die Qualität der Heilung und somit ebenfalls über die Qualität des Heilers.
Schön, dass Harry dies so deutlich macht.
Das Buch gefällt mir durch seine Einfachheit und Natürlichkeit sehr gut. Klar wird, dass die Initiierung einer Heilung prinzipiell als sehr einfach angesehen werden kann, aber nur, wenn man den benötigten Zugang dazu hat. :-)