Vorweg gleich mal: dieses Buch hat Frau Keyes ganz sicher nicht geschrieben, um sich ein neues Auto zu kaufen, denn der Erlös wird gänzlich gespendet.
Wer dieses Buch kauft und einen Roman erwartet, der scheint nicht besonders aufmerksam Klappentexte bzw. Produktbeschreibungen zu lesen. Wenn ich einen Roman will, kaufe ich mir kein Buch mit Kolumnen und Kurzgeschichten.
Ich persönlich finde dieses Buch wundervoll; einmal aufgrund des hier auch unvergleichlichen Schreibstils, wie auch aufgrund des wirklich sehr privaten Blickes hinter die Kulissen - man erfährt viele autobiographische Details, die sich in Romanen wiederfinden, ebenso wie man erfährt, wie aus Frau Keyes überhaupt eine so erfolgreiche Schriftstellerin geworden ist.
Zur Hälfte ist dies zweifellos ein banales Buch - aber wundervoll geschriebene Banalitäten. Die andere Hälfte (die Reise in das russische Waisenhaus, die Alkoholsucht und das Lösen davon) ist weniger banal, und ebenso brilliant geschrieben.
Das ganze Buch über kann man aber die Welt mit den Augen von Marian Keyes sehen, was, finde ich, gern auch noch eine Fortsetzung finden kann.