Dass die Augen der Spiegel der Seele seien, hat wohl jeder schon gehört. Was uns Augen bzw. die Iris eines Menschen, die einzigartiger ist als jeder Fingerabdruck, aber noch alles verraten können, dürfte manchen Mediziner wie Nichtmediziner erstaunen. Dieses schön gestaltete, anschauliche und systematisch aufgebaute Grundlagenwerk zeigt es. Und sein Autor plädiert zu Recht dafür, dass der komplementärmedizinischen Diagnosemethode auch in der klassischen Medizin ein grösserer Stellenwert gebührte. Sei es, um über die allgemeine Konstitution eines Menschen nützliche Zusatzinformationen zu erhalten, oder zur Unterstützung bei der Suche nach allfälligen Krankheiten und deren Ursachen.
Den Sinn und Zweck dieses Buches sehe ich dabei vor allem in zweierlei: Einerseits wird das Buch Ärztinnen und Ärzten, die bereits mit Iridologie vertraut oder daran interessiert sind, als Sachbuch wie Nachschlagewerk wertvolle Dienste leisten. Andererseits führt es den interessierten Laien auf eine spannende Reise, in welcher er nicht nur über seine Iris, sondern auch über sich eine Menge erfahren kann. Ausserdem halte ich das Werk für einen idealen Begleiter in einer Irisdiagnose-Ausbildung. Alleiniger Lehrmeister sollte es allerdings nicht sein, denn die Methode ist zu komplex, um sie im stillen Kämmerlein zu erlernen.