Die Autorin erreicht nur eine Einführung in die Thematik der Erlebnispädagogik. In der Pädagogik Tätige können hier Anstösse und Ergänzungen in ihrem Gebiet erfahren, aber kein fertiges Konzept der Erlebnispädagogik.
In der Einführung wird auf das Hahnsche Konzept des Entgegenwirkens körperlicher Beschränktheit, der Steigerung von Eigeninitiative, der Verbesserung von Geschicklichkeit und Konzentration, aber vor allem der Herausbildung von Empathie gegenüber Gruppenmitgliedern eingegangen. Damit erreicht die Autorin eine erste Interpretation des Begriffes Erlebnispädagogik. Nach dieser Einführung wird das Thema Interaktionsspiele erläutert, die in denkbar vielen Situationen einsetzbar sind, z.B. zum kennenlernen einer Gruppe, Abbau von Berührungsängsten, Aufbau von Vertrauen oder Auflockerung.
Danach findet die Verbindung dieser Spiele mit der Erlebnispädagogok statt. Darin liegt meines Erachtens der Schwachpunkt.Es kommt nicht deutlich heraus, das die Interaktionsspiele nur vorbereitend oder begleitend zu einer Erlebnispädagogik stattfinden kann. Meiner Meinung nach ist die Erlebnispädagogik ein Erleben von Gruppensituationen, der Natur und seines eigenen Könnens über einen längeren Zeitraum. Diesen Gedanken sehe ich hier nicht.