Im Feld der praxisorientierten Erlebnispädagogik rangiert der Zielverlag nahezu unangefochten an Nummer eins. Hier werden zu allen Bereichen erlebnispädagogischen Handelns spezielle Praxishilfen angeboten, die in ihrer Übersichtlichkeit und Einschlägigkeit Maßstäbe setzen. So auch im vorliegenden Buch von Annette Reiners, das bereits in der siebten Auflage vorliegt und in dem mehr als 60 handverlesene Interaktionsspiele bzw. Nachbesprechungsspiele vorgestellt und bewertet werden. Diese Spielesammlung wird im ersten Teil des Buches mit einer Einführung in die Erlebnis und Interaktionspädagogik eingeleitet, die im Wesentlichen auf einer Rezeption konzeptioneller Ideen Kurt Hahns baut und in anschauliche methodische Konsequenzen bzw. Anweisungen und Hilfestellungen für die Spielleiter überführt wird.
Die einzelnen Spiele werden übersichtlich vorgestellt, sind durchgängig mit Illustrationen versehen und es werden Empfehlungen zur Teilnehmerzahl und zur Zielgruppe gegeben. Außerdem hält die Autorin in einer Extrarubrik eigene Erfahrungen fest, was den Spielvorschlägen deutlich mehr Authentizität verleiht. Die Spiele werden in verschiedene Gruppen unterteilt und außerdem von der Verfasserin als Interaktionsspiele erster und zweiter Stufe klassifiziert. Zunächst werden Spiele der ersten Stufe vorgestellt, die zur Einstimmung und zum Aufwärmen geeignet sind. Danach folgen Kommunikationsspiele und Vertrauensspiele (immer noch erste Stufe), bevor das nächste Kapitel mit Spielen aus der zweiten Stufe" beginnt. Mi t dieser Kennzeichnung sind Spiele gemeint, in denen die Teilnehmer Probleme lösen lernen und dabei kooperativ vorgehen sollen. Abgeschlossen wird der Spielefundus mit einem Teilkapitel in dem sich spielerische Nachbesprechungsübungen finden.