Kurzbeschreibung
Als eine der Gründungsfiguren des amerikanischen Pragmatismus wurde der Psychologe William James zu Beginn des 20. Jahrhunderts schnell zu einem vieldiskutierten Philosophen, dessen Texte über Wahrnehmung und Erkenntnis, Religion und Ästhetik heute zum Kanon der Philosophiegeschichte gehören. Weniger bekannt hingegen sind James' Arbeiten zum sogenannten radikalen Empirismus, in denen er sich mit theoretischen Problemen von Bewußtsein und Erfahrung auseinandersetzt. Der Band versammelt acht Aufsätze, in denen James zentrale Aspekte seiner philosophischen Positionen diskutiert. Die Beiträge zum radikalen Empirismus erscheinen zum ersten Mal in deutscher Sprache. Ein Nachwort führt in den Pragmatismus und den radikalen Empirismus ein und erkundet Möglichkeiten, beide Themengebiete in Beziehung zu setzen.
Über den Autor
Der amerikanische Psychologe und Philosoph William James (1842-1910) gründete das erste psychologische Universitätsinstitut in den USA. Mit den Theorien, die er in seinem Werk The Principles of Psychology formuliert hat, nahm er Grundideen der Gestaltpsychologie und des Behaviorismus vorweg. James ist außerdem einer der Väter des philosophischen Pragmatismus, den er zu einer weltweiten geistigen Bewegung machte. In den Jahren 1867/68 lebte er in Dresden und Berlin, um vor allem bei Hermann von Helmholtz zu studieren. Von 1872 bis 1876 war James Professor für Physiologie und vergleichende Anatomie in Harvard. In den folgenden Jahren hielt er Vorlesungen an der Universität von Kalifornien, an der Stanford Universität und in Boston. Von 1894 bis 1895 war James Präsident der Society for Psychical Research.