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Prager Tagebuch: 1941-1942
 
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Prager Tagebuch: 1941-1942 (Gebundene Ausgabe)

von Petr Ginz (Autor), Eva Profousova (Autor)
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag; Auflage: 1 (März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827006414
  • ISBN-13: 978-3827006417
  • Originaltitel: Denik Meho Bratra
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 18,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 394.175 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Prag 1942. Ein 14-jähriger Junge zeichnet das Bild „Mondlandschaft“. Es zeigt die Erde, wie er sie sich vom Mond aus betrachtet vorstellt. Im Jahr 2003 nimmt der erste israelische Astronaut eine Kopie dieser Zeichnung mit an Bord der Raumfähre Columbia, die dann beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Das Unglück bringt den Namen des jungen Zeichners, Petr Ginz, in die Schlagzeilen, und so erfährt schließlich Chava Pressburger, seine Schwester, dass man Tagebücher ihres Bruders entdeckt hat, die jahrelang unbeachtet auf einem Prager Dachboden gelegen hatten. Der 1928 geborene Petr war nicht nur künstlerisch sehr begabt – etliche Zeichnungen und Gemälde ergänzen das Prager Tagebuch –, er besaß auch ein bemerkenswertes schriftstellerisches Talent. So verfasste er neben Tagebüchern und Gedichten gleich acht Romane (sein Vorbild war Jules Verne) und war in Theresienstadt maßgeblich an einer Untergrundzeitschrift beteiligt. Seine wiedergefundenen Aufzeichnungen aus dem Prag der Jahre 1941/42, die im Zentrum des Buches stehen, bestechen gerade durch ihre nüchterne, authentische Unmittelbarkeit. Petr Ginz’ Prager Tagebuch ist ein einzigartiges Zeitdokument und wird momentan in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Der Verlag über das Buch

Prag 1942. Ein 14-jähriger Junge zeichnet das Bild "Mondlandschaft". Es zeigt die Erde, wie er sie sich vom Mond aus betrachtet vorstellt. Im Jahr 2003 nimmt der erste israelische Astronaut eine Kopie dieser Zeichnung mit an Bord der Raumfähre Columbia, die dann beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Das Unglück bringt den Namen des jungen Zeichners, Petr Ginz, in die Schlagzeilen, und so erfährt schließlich Chava Pressburger, seine Schwester, dass man Tagebücher ihres Bruders entdeckt hat, die jahrelang unbeachtet auf einem Prager Dachboden gelegen hatten. Der 1928 geborene Petr war nicht nur künstlerisch sehr begabt - etliche Zeichnungen und Gemälde ergänzen das Prager Tagebuch -, er besaß auch ein bemerkenswertes schriftstellerisches Talent. So verfasste er neben Tagebüchern und Gedichten gleich acht Romane (sein Vorbild war Jules Verne) und war in Theresienstadt maßgeblich an einer Untergrundzeitschrift beteiligt. Seine wiedergefundenen Aufzeichnungen aus dem Prag der Jahre 1941/42, die im Zentrum des Buches stehen, bestechen gerade durch ihre nüchterne, authentische Unmittelbarkeit. Sie zeigen, wie die vertraute und geliebte Stadt für ihn mehr und mehr zu einem Ghetto ohne Mauern wird - bis er Prag und die Familie ganz verlassen muss: Ende 1942 wird Petr erst nach Theresienstadt und Ende 1944 schließlich nach Auschwitz deportiert und dort in den Gaskammern ermordet. Petr Ginz' Prager Tagebuch ist ein einzigartiges Zeitdokument und wird momentan in zahlreiche Sprachen übersetzt. Es zeugt von den vielfältigen Begabungen eines Menschen, der keine Resignation erkennen lässt und der seinen Mördern zum Trotz auch heute noch zu uns spricht. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Prager Tagebuch, 22. August 2007
Wenn sich die Gelegenheit bietet, erwacht die Niedertracht der Menschen.
Man lasse sich diesen Satz auf der Zunge zergehen, schmecke den bitteren Nachgeschmack und habe ein ungutes Gefühl als Nachhall.

Ich las diesen Satz in einem Buch. Manche werden es kennen. Allen Anderen sei es wärmstens empfohlen, mit der Auflage, es möglichst allein und mit einem Stapel Taschentücher in Reichweite zu lesen.
Es trägt den Titel "Prager Tagebuch" und beinhaltet die Aufzeichnungen eines jüdischen Jungen aus Prag aus den Jahren 1941 bis 1942.

Erst dachte ich: Schon wieder so ein Buch über Nationalsozialisten, Krieg usw.
Aber dieses ist anders. Es ist nicht eines von Vielen.
Diese Aufzeichnungen haben ein Gesicht. Sie haben einen Namen : Petr Ginz.
Dieser Junge ist so einfach, so besonders, so naiv und hochintelligent, so neugierig und unkompliziert. Die Schreibweise ist klar, einfach, auf den Punkt genau.
Das Alltägliche ist für ihn und seine Familie zum Besonderen geworden, so grausam es sich anhören mag.

Die unvorstellbaren Lügengebäude des Naziregimes - als Leser werden sie hier radikal ins Bewusstsein geholt.
Der Leser will schreien, will warnen, helfen - wo es nichts mehr zu helfen gibt.
Wie ein roter Faden zieht sich der Gedanke an das unvermeidliche Ende durch die Lektüre, die Fahrt nach Auschwitz in den Tod.
Die besondere Tragik dieses Buches zeigt sich beim Betrachten der Familienfotos und Zeichnungen des Petr Ginz am Ende.
Das Buch ist nicht nur ein Buch. Man kennt den Autor, seine Gedanken, seine Gefühle und ein wenig aus seinem Leben. Mehr noch: Man kennt sein Gesicht und genau dadurch tritt er aus der Masse der Anonymität so stechend hervor, wird zu einem Bekannten des Lesers.
Petr schreibt nicht einmal darüber, das er Angst hat und doch spürt der Leser, sie ist unterschwellig allgegenwärtig, wenn Tante, Onkel oder Bekannte zum Transport vorgeladen werden.

Man kann es schlecht beschreiben. Das Buch ist zum Lesen, zum Fühlen, zum Erinnern.
Dieses Buch hat mich sehr betroffen gemacht.
Man sollte es in den Literaturunterricht der Schulen aufnehmen.




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