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5.0 von 5 Sternen
Erschreckend ehrlich, 22. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Pradasüchtig: Roman (Taschenbuch)
Als ich anfing, das Buch zu lesen, war ich nicht wirklich davon überzeugt. Erst dachte ich mir, hier will ein junges Mädchen zwanghaft vulgär eine Geschichte erzählen, die man nur zu gut aus vielen anderen Büchern kennt. Beim näheren Betrachten versteckt sich hinter der (sehr tragischen) Hauptfigur jedoch ein bemitleidenswertes Mädchen im goldenen Käfig, das einen nach kurzer Zeit in den Bann zieht. Und das erschreckendste an der Story ist, das die berichteten Exzesse durchaus der Realität entsprechen. Am meisten faszinierte mich jedoch die abgebrühte Schreibweise der noch sehr jungen Autorin. Habe mir während des lesens immer wieder das Foto von Lolita Pille angesehen. Es widerspricht sich einfach komplett, dieses hübsche Mädchen zu sehen und diese teilweise abgrundtief hässliche Story aus ihrer Feder zu lesen. Das Buch ist im großen und ganzen lesenswert. Ich muss zugeben - ich habe auch ein paar Tränen vergossen...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein gutes Buch, 13. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Pradasüchtig: Roman (Taschenbuch)
Lolita Pilles Debutroman ist, alles in allem, durchaus gelungen. Das wohl beeindruckenste und auch wichtigste an diesem Buch ist weniger das Was, sondern das Wie der Erzählung. Kalt bis zum Letzten, distanziert und brutal schildert die Ich-Erzählerin ihr Leben und Leiden in einer von Dekadenz und perfektionierter Langeweile bestimmten Gesellschaft. Obwohl die geschilderten Ereignis durchaus tragisch sind, kommt nicht das Gefühl von Mitleid beim Leser auf. Trotzdem sind einem die Personen nicht gleichgültig, gewisse Identifikationsmomente entstehen. Aus der Distanz der Erzählerin zum Erzählten resultiert jedoch auch eine Distanz des Lesers, die darin mündet, dass die entsetzliche Leere des geschilderten Lebens aufs Genaueste nachempfunden wird. Obwohl die deutsche Überdetzung gut und gelungen ist, ist doch am Verlag insoweit Kritik zu üben, als es Titel und Titelbild betrifft. Diese nähren die Vermutung, es könnte sich um eine Teenie-Klamotte à la "Clueless" handeln. Wer das erwartet, wird enttäuscht und verärgert sein. Der Pieper-Verlag hätte sich die französische Originalausgabe (dort heißt das Buch schlicht und sinnig "Hell", wie die Protagonistin) zum Vorbild nehmen können. Fazit: Kein Meisterwerk, aber ein gutes Stück Literatur.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
absolut empfehlenswert, 16. März 2006
Von Ein Kunde
keine langeweile frauen-power-geschichte à la "frau wurde wegen jungen,hübschen Blondine verlassen und kriegt dann ihr leben wieder in den griff"- wie man schon viel zu viel davon hat. Eine Geschichte eines Mädchen, die alles hat, Geld, Aussehen, Parties ... und die mit ungeblümter Sprache erzählt übers shoppen, feiern, ihren lover und zuviel koks. Der Erzählstil interessant. Das Buch habe ich kaum noch aus der Hand gelegt. Leider gibts zu wenig in der art, sonst würde ich viel mehr lesen ...
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