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Präventivkrieg Barbarossa. Fragen, Fakten, Antworten
 
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Präventivkrieg Barbarossa. Fragen, Fakten, Antworten [Broschiert]

Stefan Scheil
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 96 Seiten
  • Verlag: Edition Antaios; Auflage: 1 (1. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935063962
  • ISBN-13: 978-3935063968
  • Größe und/oder Gewicht: 15,8 x 10,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.366 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Historiker Stefan Scheil ist einer der besten Kenner der Diplomatiegeschichte zwischen 1918 und 1945. In mehreren Büchern hat er Entfesselung und Eskalation des II. Weltkriegs analysiert und der platten These widersprochen, Deutschland sei alleinverantwortlich für dessen Ausbruch und Ausweitung. Im vorliegenden kaplaken faßt Scheil seine Studien zum deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Jahr 1941 zusammen. Er stellt und beantwortet die Frage, ob es sich um einen Überfall oder einen Präventivkrieg gehandelt habe. Scheil geht in seiner Argumentation von vier Bedingungen aus, die jeden Präventivkrieg grundsätzlich kennzeichnen, und legt sie als Maßstab an das Unternehmen Barbarossa an. Scheils Untersuchung mündet in über 50 Fragen, die jeder aufmerksame Leser selbst beantworten kann, bevor Scheil die Antwort gibt. Wer die Argumentation nachvollzieht, wer die Äußerungen und Planungen von sowjetischer Seite liest und den geheimen Aufmarsch der Roten Armee an der Westgrenze Rußlands zur Kenntnis nimmt, kann zuletzt Scheils Fazit nur zustimmen: Wenn das Unternehmen Barbarossa nicht als Präventivkrieg eingestuft werden kann, hat der Begriff Präventivkrieg seinen Sinn überhaupt verloren.

Über den Autor

Stefan Scheil, geb. 1963, Studium der Geschichte und Philosophie in Mannheim und Karlsruhe, Promotion 1997 in Karlsruhe, zahlreiche Veröffentlichungen.

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Kundenrezensionen

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42 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Scheils knappes Buch stützt sich zunächst auf die Binsenweisheit, daß Polen 1939 von zwei Gegnern erobert und geteilt wurde: Vom nationalsozialistischen Deutschland auf der einen, der Sowjetunion auf der anderen Seite. An der Demarkationslinie, die mitten durch das ehemalige Polen verlief, standen sich zwei Streitmächte gegenüber, die gleichzeitig die Werkzeuge zweier ebenso verwandter wie unterschiedlicher Weltanschauungen waren. Es war nur eine Frage der zeit, wann eine Seite mit den Kriegshandlungen beginnen würde.
Scheil weist nach, daß Deutschland seinem Gegner nur um wenige Wochen zuvorkam und bitter überrascht wurde vom ebenso geheimen, wie massierten Aufmarsch sowjetischer Truppen an der Grenze und im nahen Hinterland. Alleine an diesem Punkt ist Scheils Argumentation ebenso einfach wie einleuchtend: Hätten die Truppen der Abschreckung gelten sollen, wären sie nichtinsgeheim aufgestellt worden, sondern offensichtlich oder sogar übertrieben laut.
Scheil muß sich nicht verrenken, um den deutschen Angriff auf die Sowjetunion 1941 als Präventivkrieg einzustufen. Er kann im Schlußkapitel seines Buchs etliche 50 Fragen klar und eindeutig beantworten und daraus den Präventivkriegscharakter des Unternehmens Barbarossa ableiten. Daß er für die vier Kapiteln seiner Untersuchung ebenso verblüffende wie aussagekräftige Zitate zusammengetragen hat, macht das Buch zu einer anschaulichen und einprägsamen Lektüre.
Fünf Sterne für Ansatz, Antwort, Preis, Ausstattung und - Mut!
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40 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Überzeugend 30. August 2011
Bisher hatte ich an der Präventivkriegsthese meine Zweifel. Natürlich gab es von sowjetischer Seite schon seit Anfang der 30-iger Jahre Ernst gemeinte Konzepte für einen Angriffskrieg auf Westeuropa, im Besonderen auf Deutschland, aber waren nicht Hitlers Lebensraumpläne der eigentliche Grund für den Angriff auf die Sowjetunion?
In seinem kleinen, aber überzeugenden Buch gelingt es Stefan Scheil nachzuweisen, dass es wirklich die (begründete) Furcht vor einem Angriff Stalins war, die Hitler veranlasste, seinem Gegner zuvorzukommen.
Noch eins: Es geht dem Autor erkennbar nicht darum, den Nationalsozialismus zu rechtfertigen oder Verbrechen zu verharmlosen, wie ihm vorgeworfen wird.
Solch ein Buch würde ich sofort in den Müll werfen. Scheils Ziel ist es zu einem gerechten Urteil über Deutschlands Krieg gegen die Sowjetunion zu kommen, wobei er ausdrücklich herausstellt, dass auch ein Präventivkrieg keine Entschuldigung für Verbrechen am Kriegsgegner sind.
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51 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieses Büchlein besticht durch seine Stringenz. Scheil widmet sich zunächst einer Definition des Begriffs "Präventivkrieg", um danach dessen Merkmale am "Unternehmen Barbarossa" zu überprüfen. Scheil kommt zu dem Ergebnis: Wenn dies kein Präventivkrieg war, dann macht der Begriff keinen Sinn mehr. Diese Argumentation unterlegt der Autor mit nachprüfbaren Quellenbelegen. Eine sehr gute historische Arbeit, die das Wesentliche zu diesem Thema auf den Punkt bringt!
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