Neues Deutschland, 26./ 27. Juni 2004
Der Berg der Bücher über Bush, seine Politik, seine Kriege, seinen Clan und seine Entourage wächst also weiter. Nur wenige wie Michael Moore und Bob Woodward schaffen es noch auch dank lauter Werbetrommeln in die Bestsellerlisten. Peter Singer kommt indes durchaus das Verdienst zu, mit der Der Präsident des Guten und Bösen ein Buch der Bücher über Bush verfasst zu haben.
Kurzbeschreibung
Vom Beginn seiner Präsidentschaft an war der Moralismus ein bestimmender Faktor in George W. Bushs Politik. Wie kein anderer Politiker der westlichen Welt spricht er beständig über Ethik, über Werte, über gut und böse. Er tut das, ganz gleich, ob er über eine Kultur des Lebens spricht, über seinen »Krieg gegen den Terror« oder über einen höheren Anspruch der Unternehmensethik. Und er glaubt an die Richtigkeit seiner Politik, ganz gleich, was ihm an gegenteiligen Beweisen vorgehalten wird. Es fehlt nicht an Enthüllungen, die Bushs Politik in einem anderen Licht erscheinen lassen, als er sie darstellt. Doch welche neuen Erkenntnisse können uns immer neue Enthüllungen bringen? Sind die inzwischen bekannten Fakten aus fast vier Jahren Präsidentschaft nicht genug, um Bushs moralische Selbstsicherheit auf den Prüfstand zu stellen? Peter Singer nimmt den prominentesten Moralisten unserer Zeit in die Verantwortung.