Musik aus drei Jahrhunderten und dann auch noch „Musik für Kinder". Kann das gut gehen.? Es kann. Die „Musik für Kinder" in einer Präsent-Ausgabe der Deutschen Grammophon führt Kinder - gern auch in Begleitung Erwachsener- in das Reich der Musik. Wenn Eltern oder Lehrer ihre Kinder Musik erleben lassen wollen, was böte sich da besseres an als Musik, die erzählt, die Bilder „malt" und die Phantasien weckt. Neben den Klassikern „Peter und der Wolf von Sergei Prokoffieff„ ,Karneval der Tiere" von Camille Saint-Saens"oder Leopold Mozarts „Musikalischer Schlittenfahrt" können Kinder in die Welt des „Zauberlehrlings" (Paul Dukat) hinein schnuppern, die Geschichte von „Babar dem kleinen Elefanten" ( Francic Poulenc) mitfühlen oder sich an der fantastischen Klangwelt von Gerorges Bizets „Kinderspiele" erfreuen. Wer würde nicht gerne einmal musikalische Zirkusluft schnuppern (Zirkuspolka für einen jungen Elefanten von Igor Strawinsky) ? Und wenn`s beliebt, bliebe da noch B. Brittens „The Young Person`s Guide to the Orchestra" übrig, der schon vielen Kindern und Jugendlichen Einblicke in ein Sinfonieorchester eröffnet hat. Eine Märchenwelt in Musik getaucht wie im „Nussknacker und Mausekönig" oder aber Musik mit einer Geschichte verwoben wie in „Die betrunkene Sonne". Immer wieder ist die Botschaft gleich: Musik ist Programm, das Programm ist die Musik. Kinder dürfen und können hören, denken, fühlen, handeln. Musik ist hier Wegbereiter, Wegweiser in die schönste Nebensache der Welt.
Und wer all die Botschaften verstanden hat, der ist auch von Leopold Mozarts „Cassatio ex G „Kinder-Symphonie" fasziniert und fühlt sich vielleicht schon als mitzwitschernder Vogel im Musik-Paradies. Ausgewählte Orchester von Weltrang vermitteln einen rundum gelungenen Spaziergang, wie er kaum schöner sein könnte.
All jenen, denen das Lärmchaos der modernen Welt zu sehr den Hörnerv reizt, all jenen, die ihren Kindern die Sinne für die schönen Dinge schärfen wollen, sei Auswahl empfohlen.