Mit dieser Platte verbindet mich eine sehr persönliche geschichte: Es war die erste CD, die ich mir damals aus dem Bereich des Heavy Metal gekauft habe. Als Zwölfjähriger stand ich, mein Vater hinter mir, vor dem CD Regal und durfte mir "in Gottes Namen" eine CD der Band aussuchen, deren Schriftzug mich seit dem Osterfeuer mit den Kuttenträgern unseres Dorfes nicht mehr losgelassen hatte. Ich griff zum Album mit dem harmlosesten Cover, das war der einzige Grund dafür, dass ich nicht "Piece Of Mind" oder gar "Killers" gekauft hatte. Als ich dann den Beginn von "Aces High" hörte, spürte ich: Meine "Masters Of The Universe"- Hörspielzeiten waren Vergangenheit! Ich würde "Metaller" werden!
Genug gelabert. Ich bin heute 15 Jahre älter und habe mir natürlich im Laufe der Zeit sämtliche weiteren Platten von Maiden zugelegt. Und immer noch zählt "Powerslave" zu meinen Favoriten. Der Grund: Auf diesem Album stimmt die Harmonie im Songwriting. Gitarren, Bass, Drums und Gesang bilden eine perfekte Symbiose und wirken wie EIN Organismus, der sich nun verschiedenen Inhalten widmet. Der zweite Weltkrieg, die Zeit der Pharaonen, ein altes Seemannsgedicht, mittelalterliche Duelle- auch thematisch ist für Abwechslung gesorgt. Maiden klingen zudem sehr schnell, gut "geölt", sprich: aufeinander eingespielt und heavy. Also: für Maiden Neulinge (und die gibt es auch heute noch) ein guter Einstieg, auch wenn die Platte im Mittelteil kleine Schwachpunkte hat.