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Mehr als 15 Jahre, seit 1993 nämlich, sind die Power Rangers nicht mehr aus dem weltweiten Kinder- und Jugendprogramm wegzudenken.
Mit Power Rangers: Dino Thunder startete die amerikanische Serie nach japanischem Vorbild in die zwölfte Staffel, der Erfolg der Serie ist bis heute ungebrochen.
Tommy Oliver, ein ehemaliges Mitglied der legendären Mighty Morphin Power Rangers, ist inzwischen Professor für Paläontologie und Lehrer. Als er drei seiner Schüler beim Nachsitzen beaufsichtigen soll und sie hierzu in ein paläontologisches Museum mitnimmt, kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall. Kira die Sängerin, Ethan der Computerfreak und Connor der erfolgreiche Fußballer finden drei Dino Juwelen, mit deren Hilfe sie sich unbeabsichtigt in Power Rangers verwandeln.
Als Bösewicht Mesogog mit Hilfe seiner Biozords die Erde angreift und die Herrschaft der Dinosaurier wiederherstellen will, müssen sie ihren Lehrer schließlich im Kampf gegen Mesogog unterstützen. Das alles selbstverständlich nicht mit bloßen Händen, sondern wie es sich für echte Power Rangers gehört, mit Spezialfähigkeiten, wie Unverwundbarkeit, Geschwindigkeit oder einem Ultraschallschrei, aber auch Ausrüstungsgegenständen, Stäben, Schilden, Schwertern, anderen raffinierten Waffen, nicht zuletzt unterstützt durch Zords, oder Verwandlungen.
Doch jeder Power Ranger allein ist machtlos. Die Power Rangers müssen all ihre Fähigkeiten vereinen, um die Erde vor Mesogog zu beschützen.
Bildbewertung
Power Rangers Dino Thunder wurde im Jahr 2004 produziert. Als relativ junge Serie, muss sie sich hohen Anforderungen stellen, wenn auch die Qualität des Ausgangsmaterials gerade bei Serien wie den Power Rangers, die in Massenproduktion erstellt werden, häufig eher dürftig ist.
Umso bedauerlicher ist es, dass die ohnehin nur durchschnittliche Bildqualität des Ausgangsmaterials, welches sich durch eine eigentlich für ältere Serien typische, leicht verwaschene Optik auszeichnet, durch übermässige Kompression nochmals gemindert wird.
Zwar erscheint PRDT auf acht DVDs, jedoch umfasst die komplette Staffel stolze 38 Folgen mit einer Laufzeit von jeweils 20 Minuten. Das führt nicht nur dazu, dass eine DVD drei bzw. sechs Folgen enthält, die Verwendung von DVD-5 Rohlingen für die Pressung, und damit einer Kapazität von nur 4,7 GB macht, insbesondere im Falle von sechs Folgen auf einer DVD, eine relativ starke Kompression erforderlich, die sich durch Kompressionsartefakte (Klötzchenbildung) besonders in den Actionszenen und hier bei der Darstellung von Effekten bemerkbar macht. Es fällt zudem auf, dass selbst die Kapazität der mit sechs Folgen bespielten DVDs nicht immer voll ausgeschöpft wurde, sondern häufig lediglich 4,2 GB, bei drei Folgen sogar nur etwa 3,8 GB eines Datenträgers genutzt wurden. Zumindest eine etwas geschicktere Verteilung der Folgen auf die acht DVDs hätte das Problem deutlich entschärft.
Alles in allem liegt die Bildqualität daher leider nur im unteren Mittelfeld, dies dürfte aber auf Röhrengeräten nicht allzu stark ins Gewicht fallen.
Tonwertung
Wie für Serien aus dem Kinder- und Jugendprogramm fast schon üblich, wird auch bei Power Rangers Dino Thunder auf O-Ton verzichtet. So verfügt die Veröffentlichung lediglich über eine deutsche Tonspur, was aber für die Durchschnittskäufer vollkommen ausreichen dürfte und allenfalls Fans der Serie verärgert, denen die Möglichkeit verwehrt bleibt, die Serie einmal im Original zu sehen. Insgesamt liegt der Ton im guten Mittelfeld, ohne besondere Stärken oder Schwächen zu zeigen.
Gesamturteil:
Wie schon bei den vorherigen Staffeln der Power Rangers, macht auch bei Power Rangers Dino Thunder die nicht zu verkennende Nähe zu japanischen Vorbildern einen Großteil des Reizes der Serie aus. Ob übertrieben bunte Kostüme der Rangers, abgedrehte Gegenspieler, überdrehte Stimmen oder einfach durchgedrehte Stories, die Power Rangers sind alles andere, als eine ernste oder langweilige Serie.
Vielmehr ist Ideenreichtum bei der Umsetzung der Serie gefragt.Monster, die eigentlich klein sind, durch Kameratricks aber groß erscheinen sollen, Explosionen und Zerstörung erinnern besonders ältere Zuschauer an frühe Godzilla-Filme und lassen das Herz eines jeden Trash-Fans höher schlagen. Dennoch ist die eigentliche Zielgruppe der Serie natürlich die der Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren, denn bereits die immer recht ähnlich aufgebauten Folgen können erwachsene Zuschauer, mit Ausnahme der Trash-Fans, nicht dauerhaft fesseln. Für diese empfiehlt es sich aber umso mehr, einen Blick zu riskieren.
Trotz Schwächen in punkto Bildqualität und fehlender Extras ist Power Rangers Dino Thunder eine spaßige Angelegenheit, wenn man sich auf eine etwas unkonventionelle Serie einlässt oder zur Zielgruppe gehört.
Autor: Christian
www.Fernseh-Serien-Auf-DVD.de