Pausen im Gruppenprozess (egal welcher Art von Gruppe) erfüllen wichtige Funktionen: sie erfrischen und entspannen - sie verbessern die Kontakte innerhalb der Gruppe - sie beziehen Körper, Emotionen und Kreativität mit ein und integrieren somit wichtige Aspekte auch des kognitiven (!) Lernens - und sie können (in Form von Ritualen) Stabilität bewirken.
Eine Gruppe zu leiten, wird selten funktionieren, wenn nur der zu vermittelnde Stoff frontal abgespult wird - es entstehen Unruhe und Konflikte, die Ziele werden nicht erreicht. Alles dieses hat seine natürlichen Ursachen, die ihren jeweiligen Tribut fordern: sowohl Aufmerksamkeits-/Ermüdungszyklen, emotionale Unzufriedenheit der Gruppenmitglieder (auch unbewusst) als auch mangelnde Kontaktmöglichkeiten der Gruppenmitglieder untereinander, Bewegungsbedarf usw. zeigen, nein: SIND die Notwendigkeit, darauf zu reagieren. Und wie man das tun kann, zeigt dieses Buch. Die Übungen/Spiele/Experimente sind sinnvoll und übersichtlich gegliedert und gut erklärt (allerdings nicht mit einem Blick zu erfassen, falls jemand vorhat, sein Gedächtnis durch das offene Buch in der Hand beim Durchführen der Übung zu unterstützen); vorangestellt ist eine Einleitung, die Grundinformationen zum Lernen und den dazugehörigen psychophysischen Vorgängen gibt sowie Literaturhinweise. Die Übungen selbst, die sich in erster Linie an Jugendliche richten, sind recht unterschiedlich; mit welchen davon man gut zurechtkommt, muss sich jeder selbst heraussuchen, aber Auswahl und Variationsmöglichkeiten (auch erläutert) sind wirklich gross.
Fazit: Wer Bedarf an Gruppen-Übungen, -Spielen, -Experimenten unter Einbeziehung des gesamten Körpers hat, wird hier in eine Vielzahl finden, aus denen er gezielt auswählen kann.