1983 war wirklich ein gutes musikalisches Jahr, gesetzt dem Fall man war Anhänger der Hard & Heavy-Fraktion. Accept veröffentlicht ihren Meilenstein *Balls to Walls*, Venom würfelten mit ihrem Meisterwerk *At War With Satan* die harten Hörgewohnheiten gewaltig durcheinander, Iron Maiden ließen mit *Piece Of Mind* ebenfalls einen Klassiker auf die Menschheit los, Carole King veröffentlichte mit *One To One* eine beachtliche Comeback-LP, und mit Magnums *The Eleventh Hour* folgte ein weiterer Kracher.
Und im selben Jahr veröffentlichten Saxon ein Kronjuwel unter all diesen Meisterwerken mit dem Titel *Power And The Glory*. Der Sound ging sofort ins Ohr. Hart, heavy und sehr, sehr rau. Hatte man auf dem Vorgänger noch versucht alle Ecken durch eine allzu verbraucherfreundliche Produktion wegzuproduzieren, beließ man es auf *Power And The Glory* bei eben all diesen Ecken und Kanten. Es entstand ein Meisterwerk höchster Güte.
Bereits der Opener brodelte aus dem Lautsprechern, als gäbe es kein Morgen mehr. *Redline* mit seinem schräg klingendem Intro machte keine Ausnahme und mit *Warrior* gab man der Band Manowar sowas wie eine Steilvorlage. Weitere herausragende Songs sind das melodische *Watching The Sky*, der Hammersong *Midas Touch* und die Halbballade *The Eagle Has Landed*. Das ist einfach nur Heavy Metal auf allerhöchstem Niveau.
FAZIT: ein weiterer Meilenstein von Saxon...