Kim war eine erfolgreiche Skateboarderin, bis ihre Mutter bei einem Autounfall ums Leben kam. Seitdem hat sie sich aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Sie lebt mit ihrem Vater ein einfaches Leben, das von Geldsorgen geprägt zu sein scheint. Also beschließt Kim, als Chaletgirl nach Österreich zu gehen und dort in der Wintersaison zu arbeiten, auch wenn es nicht den Anschein hat, dass Kim in irgendeiner Art und Weise in das Leben der Reichen und Schönen dieses Planeten passt.
In Österreich angekommen lernt sie Georgie, ebenfalls ein Chaletgirl kennen, und stellt sofort fest, wie sehr sich diese Welt von ihrer eigenen unterscheidet.
Nach einiger Zeit entdeckt Kim ihr Talent zum Snowboarden und arbeitet mit Mikki daran, an einem Snowboard Wettbewerb teilnehmen zu können. Das Preisgeld würde die Geldsorgen mit einem Mal in Luft aufgehen lassen.
Dass Kim allerdings nicht nur die Liebe zum Wintersport entdeckt, sondern auch zu Johnny, dem Sohn des Chalet-Besitzers, hätte sie sich am Anfang nicht träumen lassen.
Da ich ein absoluter Ed Westwick Fan bin, musste ich mir diesen Film natürlich ansehen. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Kim ist ein sehr vielschichtiger Charakter. Sie ist sehr fürsorglich und kümmert sich mit Leib und Seele um ihren Vater, der alleine niemals zurechtkommen würde. Genauso geprägt ist ihr Charakter durch den Verlust ihrer Mutter. Das Snowboarden fällt ihr im Grunde nicht schwer, doch sobald sie sich an schwierige und gefährliche Snowboard-Tricks wagt, ist sie innerlich blockiert und außerstande, einen klaren Gedanken zu fassen, sodass ihr nichts so richtig gelingen will. Mikki, ein Snowboarder, der ihr Talent entdeckt hat, gibt sich natürlich alle Mühe, eine wettbewerbsfähige Sportlerin aus ihr zu machen, was aber leichter gesagt ist als getan.
Der Umgang mit Georgie ist von Anfang an sehr schwer für Kim, da Georgie ihr immer wieder das Gefühl gibt, dass sie eigentlich nicht in ein Chalet gehört. Sticheleien stehen also an der Tagesordnung. Dennoch entwickelt sich zwischen den beiden nach und nach eine Freundschaft, mit der der Zuschauer nicht unbedingt gerechnet hätte. Georgie erweist sich als gute Stütze und Hilfe, in einer Welt, die für Kim bisher unbekannt war.
Kim und Johnny haben es nicht leicht. Das liegt zum Einen daran, dass Johnny in einer festen Beziehung ist und zum anderen natürlich daran, dass die beiden aus unterschiedlichen Welten stammen, die sich nur schwer miteinander verbinden lassen. Johnnys Mutter zeigt Kim gegenüber nur niederschmetternde Gleichgültigkeit und auch Johnnys Freundin sieht nicht sonderlich viel in einem Mädchen wie Kim. Johnny und sein Vater sind die einzigen Personen, die Kim so akzeptieren, wie sie nun einmal ist. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich Johnny schon einmal als Retter in der Not erweist, als eine unangekündigte und unerlaubte Party im Chalet stattfindet.
Nach und nach entsteht eine enge Bindung zwischen den beiden, die Johnny vor die Frage stellt, ob er sich mit seiner Freundin für die richtige Frau an seiner Seite entschieden hat.
Powder Girl (im Original: Chalet Girl) ist ein schöner Film für junge Erwachsene und Teenager. Tiefgründigkeit steht in dieser Geschichte nicht im Vordergrund, dennoch sind es unterhaltsame und emotionale Momente, die diese Geschichte zwischen Johnny und Kim prägen. Außerdem ist es interessant zu sehen, wie sich Kim im Laufe des Films weiterentwickelt und ihre Angst vor gefährlichen Situationen nach und nach verliert, sodass sie schließlich beim Snowboardwetterbewerb antreten kann.
Überraschend war für mich aber in gewisser Weise, was für ein Staraufgebot dieser Film hatte: Ed Westwick als Johnny (Gossip Girl), Sophia Bush (One Tree Hill), Ken Duken (u.a. Zweiohrküken), Brooke Shields (Lipstick Jungle) & Bill Nighy (Fluch der Karibik 2&3).
Der Film ist in meinen Augen absolut sehenswert und bietet eine schöne Unterhaltung vor traumhafter, winterlicher Kulisse!