Nach 12 Stones ist nun Potter's Field in den Läden, hab es mir sofort bestellt und war allein schon von dem megaschönen Cover begeistert. Legte die CD voller Vorfreude ein und von Shadows, The last Song und Far away war ich wirklich positiv überrascht, doch dann geht das Leid schon los, die Songs verlieren etwas an Klasse und man fragt sich, warum einiges wirklich so langweilig klingt. Besser machen sie es bei Bitter, das ganz untypisch für die 12 Stones klingt, ein düsteres Lied mit Stimmverzerrung, trifft meinen Geschmack! Gut ist auch Photograph, ein Lied, was balladenartig beginnt und in einem 12 Stones typischen Refrain mündet. Keine riesen Überraschung, aber schön. Danach wieder ein Lied was man skippen sollte, dann Stay, welches auch eins der Höhepunkte darstellt. Die sehr ruhige Nummer ist wirklich etwas, was das Album vor der totalen Entäuschung schützt, denn auch die letzten beiden Lieder wissen nicht wirklich zu überzeugen.
Nun waran liegts: Paul Mccoy singt teilweise die Songs nicht mehr so schön wie auf dem Debut. Oft zieht er Wörter bis ins endlose und es dauert 10 sekunden bis er mal 4 Wörter gesungen hat. Das macht die Lieder irgendwie schon langweilig. Auch bleibt nicht viel hängen, nur die Songs, die ich aufgezählt habe, prägen sich ein. 12 Stones war wirklich klasse, mit Liedern wie Broken, The Way I feel, Running out of Pain, Eric's Song, Back Up usw...Da gabs diese Durchschnittsware noch nicht. Geschrien wird auch viel zu selten, da man es wohl versäumt hat, den Liedern das zu geben was die 12 Stones damals ausmachte.
Insgesamt auf gar keinen Fall so gut wie das Debut, aber sicherlich mit einigen guten Liedern gefüllt, die sehr stark auf das nächste Album hoffen lassen. 3 Sterne