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Sirius Black (Gary Oldman) ist aus dem Askaban-Gefängnis entkommen und ist nun aus zunächst unerfindlichen Gründen (es sein denn, Sie haben das Buch von J. K. Rowling gelesen, das als bislang bestes der Reihe gilt) hinter Harry her, um sich zu rächen. Dieses dunkle und mysteriöse Geheimnis treibt die Handlung an, während Harry (der schnell heranwachsende Daniel Redcliffe) und seine im dritten Schuljahr auf Hogwarts befindlichen Klassenkameraden Bekanntschaft machen mit dem fliegenden Hippogreif Seidenschnabel (eine tolle computeranimierte Kreatur), dem wohlwollenden und dennoch rätselhaften Professor Lupin (David Thewlis), gruseligen, mit einer schwarzen Robe bekleideten Dementoren und dem hinterlistigen Peter Pettigrew (Timothy Spall) -- und erfahren, wie nützlich es manchmal ist, wenn man einen Zeitverdreher zur Hand hat.
Die bekannten Figuren von Hogwarts zeigen sich in Bestform (darunter der tolle Michael Gambon, der den verstorbenen Richard Harris als Dumbledore ersetzt, und Emma Thompson als die glubschäugige Sybil Trelawney) -- selbst Julie Christie ist bei der renommierten Produktion mit von der Partie mit einem kurzen, aber willkommenen Gastauftritt. Der technisch erstaunliche, rasante und von ungebändigter Rowling'scher Vorstellungskraft (detailgetreu adaptiert vom Drehbuch-Ass Steve Kloves) strotzende Harry Potter und der Gefangene von Askaban ist ein Klassiker unter den Harry-Potter-Verfilmungen. --Jeff Shannon
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Cuaron hat eine unglaublich dichte und atmosphärisch ausdrucksstarke Adaption des Gefangenen von Askaban vorgelegt. Sowohl Schnitt als auch Musik betonen dieses nur. Die veränderten Schauplätze (Hagrid's Hütte, peitschende Weide etc.) irritieren nur im ersten Moment, letztlich passen sie sehr gut in den Film. Nicht umsonst hat man sich beim Set-Design aber auch eng an JKR-Entwürfe gehalten. Einziges Manko ist der Werwolf, der doch eher kläglich abgemagert als furchterregend daherkommt.
Auch inhaltlich ist die Umsetzung gut gelungen. Dem Medium Film angemessen wurde der Stoff gekürzt - dabei gehen aber weder der Zauber dieser magischen Welt noch der Hauptstrang der Geschichte selbst verloren.
Natürlich ist der Film nicht das Buch. Aber ich finde, es spricht durchaus für den Film, wenn ausgerechnet JKR diesen für den bisher besten der Reihe hält. Interessant auch, dass Rowling sagt, Cuarons Interpretation deute schon viele Ereignisse und Entwicklungen der Bücher 6+7 der Serie an!
Besonders sympathisch fand ich, dass die Kinder endlich einmal Kinder sein durften: Kissenschlacht, Wutausbruch (Harry tritt gegen seinen Nachttisch!) und nicht zuletzt Freizeitbekleidung, d.h. Jeans und Pulli!
Auch schauspielerisch setzt sich dieser Film gegenüber den ersten zwei deutlich ab. Emma Watson (Hermione) spielt gewohnt souverän. Rupert Grint (Ron) wirkt weniger überdreht und ist nicht mehr nur ständig Clown. Auch Daniel Radcliff (Harry) gibt seinem Charakter endlich mehr Profil.
Maggie Smith, Alan Rickmann, Emma Thompson und Co. werden ihrem Ruf als erstklassige Schauspieler gerecht.
Die Austattung der DVD ist gut, insbesondere die zusätzlichen Szenen und die Interviews mit Cast&Crew machen viel Spass.
Zuletzt eine Warnung für Eltern: die Angabe FSK 12 ist durchaus angemessen.
Man fühlte sich wie durch den Film "durchgescheucht", d.h. viele Sachen wurden nur gestreift, andere überhaupt nicht angesprochen.
Was mir persönlich viel zu lieblos abgehandelt wurde, war die Auflösung in der heulenden Hütte. Man erfährt nichts über die Beziehung von Black, Lupin, James Potter und Pettigrew ... und auch nur im Schnelldurchlauf erfährt man ungefähr wie Pettigrew, James verraten hat...nicht wirklich befriedigend.
Auch wie die Karte des Rumtreibers zu Harry gelangt und was es damit auf sich hat wird nur bruchstückhaft angerissen.
Über die Gestaltung des Werwolfes in den Lupin sich verwandelt war ich mehr als enttäuscht...so sieht doch kein Werwolf aus...mal ehrlich, oder?
Ich sehe ein, daß ein Buch nich 1:1 umgesetzt werden kann, aber was der Regisseur hier abgeliefert hat ist bestenfalls eine gute Zusammenfassung. Da der 3.Potter-Band immer noch mein Lieblingsbuch ist, war ich besonders enttäuscht.
Nach all der Kritik nun die positiven Aspekte. Gary Oldmann finde ich als Sirius klasse besetzt. Lupin ist auch recht gut, obwohl er in meiner Phantasie anders daher kommt....aber das ist ja normal.
Michael Gambon gibt einen überzeugenden Dumbledore ab und auch die jugendlichen Darsteller sind wieder in bester Spiellaune.
Besonders Emma Watson hat mir sehr gut gefallen, da sie nicht mehr so eindimensional wirkt.
Die düstere Athmosphäre des Buches wurde, wie ich finde gut adaptiert. Man fiebert mit den Protagonisten mit und hält ihnen die Daumen, wenns eng wird.
Durch einige Schwächen geb ich dem Film nur 3 Sterne ... aber trotz allem beschert er einem einen Abend mit guter Unterhaltung und wird in meine DVD-Sammlung aufgenommen.
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