Sawaki ist Postbote. Sein Leben ist alles andere als aufregend und so fährt er Tag ein Tag aus seine Route. Eines Tages führt ihn diese Route zu seinem alten Schulkameraden Noguchi, der mittlerweile der Yakuza angehört. Als Sawaki in dessen Wohnung eintritt, stellt er fest, dass Noguchi sich gerade den kleinen Finger abgeschnitten hat. Die Verwirrung Sawakis ausnutzend schmuggelt Noguchi ihm ein Drogenpäckchen unter und zudem fällt auch noch der abgeschnittene Finger in Sawakis Tasche. Noguchis Wohnung wird währenddessen von der Polizei überwacht, so dass Sawaki beim Rausgehen als Verdächtiger auffällt. Von nun an wird auch er beschattet und fällt noch stärker unter Verdacht, als er sich zufällig mit einem Auftragskiller unterhält. Ab jetzt steht Sawaki ganz oben auf der Fahndungsliste der Polizei, die ihn nicht nur für einen drogensüchtigen Drogenkurier hält, sondern zudem auch für einen perversen, extrem gefährlichen Terroristen...
Nach "Drive" ist dies mein zweiter SABU-Film und man kann schon seine Handschrift erkennen. Sabu (Hiroyuki Tanaka) lässt in "Postman Blues", wie auch schon in "Drive", einen normalen Bürger ungewollt und teilweise auch zufallsbedingt ein Abenteuer erleben und stellt diesen "Normalo" in dessen Mittelpunkt. Unser "Held" ist diesmal Sawaki der Postbote. Als er einen Brief an einen ehemaligen Schulkamerad abliefert, der jetzt der Mafia angehört und von der Polizei observiert wird, beginnen die Dinge aus den Fugen zu geraten. Die Polizei zieht die falschen Rückschlüsse aus Sawakis Verhalten, so dass er anfangs erst für einen einfachen Drogenkurier gehalten wird, nachdem er die Wohnung seines ehemaligen Schulkameraden verlässt. Was Sawaki nicht weiß ist, dass sein Yakuza Schulfreund ihm ein Drogenpäckchen untergejubelt hat und dass zudem dessen abgetrennter Finger in Sawakis Tasche gefallen ist. So trägt Sawaki weiter seine Post aus und merkt nicht, dass die Polizei ihn mehr und mehr verdächtigt. Denn als Sawaki zufällig auf einen Killer trifft, steigt er bei der Polizei vom Drogenkurier zum Yakuza auf. Das wird auch nicht besser, als die Polizei seine Wohnung durchsucht und das Päcken, sowie den abgetrennten Finger findet. Jetzt ist Sawaki für die Polizei zum perversen Serienkiller und Top-Terroristen aufgestiegen. Denn er liefert ja auch Päckchen und könnte so auch optimal Bomben transportieren.
Es ist einfach herrlich amüsant mitanzusehen, wie die Polizei sich mehr und mehr von der Realität in Bezug auf Sawakis Person entfernt, der ja immer noch nur ein Postbote ist und kein gefährlicher Terrorist. Deshalb ist für mich "Postman Blues" weit mehr eine Komödie als "Drive". Am Ende wird es doch etwas traurig, endet aber mehr oder weniger im Happy-End. Einige Darsteller wird man auch aus "Drive" und anderen SABU-Filmen kennen und auch Sabu selbst hat eine kleine Rolle übernommen. Wenn ich eine Schwäche des Films nennen müsste, würde ich vielleicht erwähnen, dass er an wenigen Stellen etwas zu langatmig war. Leider gibt es auch überhaupt kein Bonus-Material; nicht einmal Trailer. SABU-Fans werden diesen Film sicherlich schon besitzen und ihre Freude daran haben. Alle anderen sollten sich diesen erfrischenden Film auf jeden Fall anschauen und sich selbst von den Fähigkeiten von Sabu überzeugen. Ich kann diesen Film nur empfehlen und gebe 4 von 5 Sterne, weil die DVD nichts an Bonus-Material enthält.