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Produktinformation
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»Es gelingt Crouch, den Schwebezustand von Demokratie zu fassen und die Latenz der Demokratie-Skepsis in den Begriff der »Postdemokratie« zu überführen. Seine Leistung ist es, für Mechanismen des Unterschwelligen zu sensibilisieren. Postdemokratie ist eben nicht nur vordemokratisch im Sinne einer Demokratie- oder Politikverdrossenheit, die Demagogen Zulauf verschafft.«
(Kai Schlieter Die Tageszeitung )»Crouch legt eine brillante Analyse vor. Das Buch ist kritisch, gut durchdacht und aufschlussreich.«
(Ralf Jeremias Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie )
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
73 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Ende der Demokratie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Postdemokratie (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
"Post Demoracy" des englischen Politikwissenschaftlers Colin Crouch gehört heute schon zu den führenden Diagnosen westlicher Gesellschaften.Nach seiner Auffassung zeigen ale westlichen Staaten Anzeichen der Postdemokratie, womit Tendenzen der Ablösung des Wahlvolkes als Souverän gemeint ist, da die Politik Entscheidungsprozesse an Lobbygruppen und Expertengremien abgibt, während politische Führer sich auf mediale Präsenz und Marketing verlegen. Damit werden die demokratischen Mechanismen der politischen Willensbildung durch Wahlen und Abstimmungen immer mehr obsolet. Kennzeichen dieser Postdemokratie stellen Rückgang der Wahlbeteiligung, der Ansehensverlust der Politiker und der Verfall des Gemeinwesens dar. Vor dem Hintergrund einer sich immer weiter von den Wählern entfernenden Politikerklasse und der Abgabe nationalstaatlicher Kompetenzen an intransparente suprastaatliche Organisationen wie die EU ein hochaktuelles Buch, welches gerade den politisch Interessierten zu empfehlen ist. Unbedingte Kaufempfehlung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wie weit wollen wir noch in demokratische Apathie versinken?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Postdemokratie (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Jeder der sich nicht mit Seitenlangen Spiegel-Berichten über kunterbunte Partei-Rangeleien beschäftigen mag, sondern die wahren Hintergründe unserer verworrenen und verfilzten Demokratie erfahren möchte, ist dieses kleine Büchlein ein willkommener Leckerbissen.In jedem Kapitel gab es für mich so einige Aha-Effekte. Die Demokratie durchläuft laut Autor eine parabelförmige Entwicklung, in der sie sich zum Scheitelpunkt hin voll entfaltet, und nun im 21.Jahrhundert wieder an Kraft verliert. Welche Triebkräfte die Demokratie schwächen, hinterleuchtet Colin Crouch ausgesprochen gut. Die Sprache ist klar und die Argumentation sehr objektiv, wodurch ein negativer Beigeschmack vermieden wird, auch wenn der Autor die Themen Privatisierung, Kapitalismus und Liberalisierung mit Skepsis betrachtet. Ich hätte mir nur mehr historische Bezugspunkte gewünscht. Aber jene Beispiele, die Crouch hier vorführt, gehen treffsicher in seine Argumentation ein. Ein schöner Essay, sehr aktuell und wärmstens zu empfehlen! Oder wie weit wollen wir noch in demokratische Apathie versinken? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Schwanengesang auf die Demokratie,
Von Gerhard Mersmann "GM" (Mannheim) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Postdemokratie (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Seit der italienischen und britischen Erstauflage im Jahre 2003 gilt das Werk als ein Klassiker in Sachen Auflösungserscheinungen von Demokratie. Mit dem Begriff Postdemokratie schuf der Politikwissenschaftler einen Terminus, der sich an das Paradigma Aufstieg-Blüte-Verfall anlehnt und somit all jene interessiert, die schon lange glauben, dass die Demokratie den Bach herunter geht. Zumal Crouch selbst sehr dezidiert untermauert, dass Postdemokratie auch ein Synonym ist für Politikverdrossenheit, Sozialabbau und Privatisierung. Nichtsdestotrotz greift Crouch tatsächlich zahlreiche Aspekte auf, über die alle nachdenken müssen, die nicht unreflektiert und ungefragt in einem Prozess mit fortgerissen werden wollen, in dem die Konturen der Macht schon längst Formen angenommen haben, die nicht mehr mit den gesetzten Institutionen der Demokratie übereinstimmen.In insgesamt sechs Abschnitten setzt sich Crouch mit dem Thema auseinander. Nach einer ausführlichen Definition des Begriffs Postdemokratie und einer Beschreibung ihrer Erscheinungen, die alle in einer Ent-Institutionalisierung, Ent-Formalisierung und De-Regulierung zu finden sind, widmet sich der Autor den Rahmenbedingungen in Form der Weltwirtschaft und der in ihr operierenden globalen Unternehmen. Die Infrastrukturen, in denen sich diese Konglomerate bewegen, sind strategisch den nationalen Politikformationen überlegen. Anhand der Konkurrenzstiftung der Standorte durch die globalen Player beschreibt Crouch überzeugend, wie desolat es um die Machtstellung des lokalen Souveräns bestellt ist: In einem fortschreitenden Prozess der gegenseitigen Unterbietung werden alle Voraussetzungen und Werte, die ein Gemeinwesen ausmachen, zugunsten des nackten Überlebens geopfert. In einem weiteren Kapitel beleuchtet Crouch die Auswirkungen dieser Entwicklung auf die sozialen Klassen, deren Konturen sich mit der Globalisierung nicht nur verwischt haben, sondern auch neuen Funktionseliten hervorbrachten, die jenseits staatlicher Legitimation und Rollenbeschreibung operieren. Die Auswirkungen sind bis in die politischen Parteien zu sehen, die dem Verlust ihrer Massenbasis allzu oft mit der Kopie dieser Funktionseliten begegnen wollen, was sie nicht selten zu tragikomischen Erscheinungen degenerieren lässt und ihr Ansehen in einer längst veränderten Wählerschaft nur noch verschlechtert. Letztendlich wird ein Blick auf die wachsende Privatisierung von Leistungen geworfen, die in Hochzeiten der Demokratie immer als hoheitliche Aufgabe staatlicher Institutionen gewertet wurde. Alles in allem handelt es sich bei dem Buch um ein vom Umfang her übersichtliches, aber reichhaltiges Kompendium an Fragestellungen, die allesamt essentiell sind, wenn wir es mit einer Weiterentwicklung der Demokratie ernst meinen. Obwohl der phänomenologische Ansatz auf den ersten Blick vernünftig erscheint, zeigt er gerade zu dem Zeitpunkt, an dem die Gedanken sich der Frage nach Lösungsansätzen widmen sollten, seine Schwäche: Man verharrt in der Falle der institutionellen Erosion. Da ist es zielführender, sich dem zu widmen, von dem die Demokratie ausgeht, d.h. dem Menschen respektive dem Volk. Nur wenn dort eine kritische, veränderungsaffine Entwicklung einsetzt, lohnt es sich noch, über Institutionen nachzudenken. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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