Da ist er nun, der zweite Longplayer (Das Debüt war eine EP)von BLACK TIDE aus Miami/Florida. Vorab, er ist nicht so gelungen, wie der Vorgänger von 2008. Wie die Vorrezensentin schon richtig schrieb, Heavy Metal kann ich beim besten Willen gerade mal mit viel Augenzudrücken, bei drei Stücken heraushören. Nein, "Post Mortem", ist relativ lupenreiner Metalcore a la "Bullet For My Valentine", "Sonic Syndicate", etc. Zwar nicht so hart wie "Killswitch Engage", aber nichtsdestotrotz, geht teilweise recht oft die Post ganz schön flott ab. Die 10 Stücke auf "Post Mortem", sind zwar nicht der Überflieger, aber es sind doch auch einige recht starke Songs dabei. Was mich doch etwas nervt, ist der doch "zu oft des guten", vorkommende "Schreigesang". Etwas "weniger" des Schreigesangs, wäre auf "Post Mortem" doch oft etwas "mehr", gewesen...!
Black Tide, haben mit dem Vorgänger ("Light From Above")ein prima Album herausgebracht, dass Heavy Metal im Vordergrund hatte und nur einige Metalcore-Einflüsse. Bei "Post Mortem", ist das nun genau umgekehrt. Mir jedenfalls gefallen die "Alten" Black Tide einfach besser als die auf "Post Mortem". Aber gut, Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. "Post Mortem", ist für mich, ein 3-4 Sterne Album, aber wie heisst es doch so schön..."im Zweifel für den Angeklagten...!" Ich runde also auf 4 Sterne auf, aber mit viel Augenzudrücken...