Düster und beklemmend, mit vielen Ahnungen und Gefühlen versehen, so präsentiert sich "Possession" seinen Zuschauern und weiß mit subtiler Spannung und mystischen Elementen gut zu unterhalten. Wer allerdings hinter dem verstörenden Cover einen Horrorfilm erwartet, der wird enttäuscht sein. Denn die Geschichte zweier unterschiedlicher Brüder lebt vor allem von der Zerrissenheit und Unsicherheit der jungen Anwältin Jessica, die im Verlaufe des Geschehens nicht mehr weiß, was Realität und was Einbildung ist. Mit ihren Gefühlen kämpfend, verstrickt sie sich immer mehr in ihrem eigenen Wunschdenken und weiß letztendlich keinen Ausweg mehr. Ein Film, der eher an Hitchcock erinnert als an einen blutrünstigen Horrorfilm. Dabei kann der Zuschauer eine fantastisch spielende Sarah Michelle Gellar bewundern, die komplett in ihrer Rolle aufgeht. Aber auch Lee Pace und Michael Landes wissen zu überzeugen und geben dem hauptsächlich im Haus des Ehepaars spielenden Film den richtigen Kick.
Optisch präsentiert sich "Possession" mit einem scharfen Bild und natürlichen Farben. Die Dialoge sind jederzeit gut verständlich. Als Extras wurden Interviews, einige geschnittene Szenen und der Originaltrailer beigefügt. Außerdem kann der Zuschauer einen Blick hinter die Kulissen werfen oder ein alternatives Ende genießen. Dabei wird ein großer Teil der zweiten Hälfte des Films gezeigt, allerdings mit einem völlig neuen Ausgang. Positiv anzumerken ist, dass alle Extras mit deutschen Untertiteln versehen wurden. Den Abschluss bildet eine kleine Trailershow, die weitere Titel aus dem Hause Ascot Elite vorstellt.
Fazit:
"Possession" ist ein Thriller, der mit viel Atmosphäre, überraschenden Wendungen und düsteren Szenen daherkommt und es gut versteht, mit den Ängsten seiner Hauptdarstellerin zu spielen. Ein dramatischer Streifen, der von seinem mystischen Einschlag lebt.