Ein paar Durchläufe hat die frischgemahlene Krönung dann doch gebraucht, bis der Funke letztendlich die Dornenkrone bei mir vollständig entflammt hat. An offensichtlichen Schickern hat es natürlich von vorneherein nicht gefehlt, schon kurze Impressionen aus solchen Kalibern wie Face of Destruction - Deep hit of death", Cold is the grave", Kill ´em all", No tomorrow" oder Deliverance" reichen vollkommen aus, um die Schubkraft erahnen zu können, die hinter Possessed 13" steckt. Aber THE CROWN wären nicht THE CROWN, wenn das Material nicht nach einer gewissen Zeit zu weitaus mehr mutieren würde. Oder um es auf den Punkt zu bringen: Possessed 13" reiht sich nahtlos in die unsterblichen Klassiker Hell is here", Crowned in terror" und insbesondere Deathrace King" ein. Von einer Offenbarung möchte man sprechen, wobei THE CROWN ja wirklich zu den wenigen Bands gehören, die einen solchen Anspruch durchaus für sich nutzen dürfen. Denkt man nur an den Todesrennen König zurück, der dreht heute noch so fleißig und vor allem häufig seine Runden durch meine heiligen Hallen, als wäre das Teil erst gestern erschienen. Und auch dieses Album besitzt dieses Potential, auch in einigen Jahren noch immer seinen permanenten Startplatz in der Nähe meiner Anlage zu belegen, um jederzeit ins Rennen geschickt zu werden, anstatt als Gelegenheitskrönung in den Regalen zu versauern. Insbesondere auf die Rückkehr des Satan from Hell" Johan Lindstrand war ich gespannt. Hatte der gute Mann laut Aussagen seiner Kollegen (in einem früheren Interview im SkullCrusher -Titelstory No.8) das Crowned in terror"-Album nicht mal einsingen können, da wohl seine Stimme mit der Zeit an den Sack gegangen war? Offensichtlich Schnee von gestern, so wie der Satan hier am Mikro wütet scheint es in der Tat No tomorrow" zu geben... Und obwohl sein zwischenzeitiger Vertreter Tompa weit mehr als nur Ersatz war, fehlte Crowned in terror" der letzte Funke Magie, der ein CROWN-Album unverletzbar macht. Was nun kein Thema mehr ist - Lindstrand is back!! Was gibt es grundsätzliches zu dem neuen Material zu sagen? Die Schweden setzen im Vergleich zum Vorgänger Crowned in terror" wieder etwas mehr auf ihren unschlagbaren Death Rock Joker, in dessen Genre (wenn es denn da wirklich sooo viele geben sollte...) die Herren hier sowieso den Thron für sich beschlagnahmt haben. Geboten bekommt man die volle Palette, sowohl langsam vor sich hin schleppende Riffmonster like Dawn of Emptiness", tighte Arschkick Rocker a la Cold is the grave" bis hin zum Death Metal Geschredder der Sorte Zombiefied!". No fillers - just killers! Selbst die beiden Instrumentals runden diese Scheibe schlichtweg perfekt ab, obwohl sie mit ihren verträumt melancholischen Charakteren zunächst nicht so ganz reinpassen wollen. Die bereits eingangs genannten Nummern gehören sowieso zur Creme de la creme, ebenso wie Morningstar rising" oder Natashead overdrive". Lediglich mit dem recht ungewöhnlichen Bow to none" konnte ich mich noch nicht vollständig anfreunden, was allerdings auch nur noch eine Frage der Zeit sein wird... Die Deluxe Edition" gibt es übrigens im doppelt aufklappbaren Digipack mit Bonus-CD, auf der ihr neben den ersten beiden kompletten Demos Forever heaven gone" und Forget the light" auch noch die Ur-Version von Rebel Angel" findet, das Bathory-Cover Burnin´ Leather" und mit Last Rite" die allererste THE CROWN -Studioaufnahme ever. Value for money indeed!! No compromises - BUY OR DIE!!!