In dem Werk "Positionen der Literaturwissenschaft" beleuchten acht ausgewiesene Liteaturwissenschaftler und Literaturwissenschaftlerinnen die Novelle "Das Erdbeben in Chili" von Heinrich von Kleist (1777 - 1811). Sie gehen die Thematik dabei aus verschiedenen Richtungen an, z. B. aus den Blickwinkeln der Diskursanalyse, der Hermeneutik oder unter semio-narrativen Erwägungen.
Die Texte sind eigentlich alle anspruchsvoll und müssen im Normalfall mehrmals gelesen werden, um sie auch wirklich verstehen zu können. Daher ist das vorliegende Werk für absolute Einsteiger in die Literaturwissenschaft meiner Meinung nach eher ungeeignet, ein gewisses Vorwissen sollte auf alle Fälle vorhanden sein, um sich ernsthaft mit dem Buch auseinandersetzen zu können.