Nichts geht über ein Paar ordentliche Pobacken!Dralle runde Hintern, knackige, stramme Ärsche waren und sind mir in der Akt- und erotischen Fotografie immer wichtiger noch als etwa besonders große Brüste. Und in kaum einer Session vergesse ich es, die Rückansicht meines Modells einer eingehenden fotografischen Studie zu unterziehen, so daß im Lauf der Jahre eine ansehnliche Sammlung anziehend ausgezogener Pos entstanden ist, von denen ich hier die mir liebsten vorlege.
Nun ist die bildnerische Ablichtung hübscher Hintern sicher nicht allzu ungewöhnlich. Dennoch hat es etwas Verfängliches, Eindeutiges, sich mit Pos fotografisch zu befassen: das Gesicht ist meist weggedreht oder gar nicht mit im Bild, die Persönlichkeit scheint nicht mehr zu interessieren, jetzt geht es offenbar nur noch ums Geschlecht, bloßen Sex. Also gilt es, auf fotografischem Weg Varianten, Überraschungen, Abwechslungen einzubringen. Die können entweder darin bestehen, authentisches eigenes vielfältiges Erleben als Akteur dokumentarisch festzuhalten und dem Betrachter damit Einblick in das eigene Intimleben zu geben. Oder Fotograf zu bleiben. Letzteres interessiert mich mehr: Aus der Distanz des Betrachters optimale Bilder zu gestalten. Hier scheue ich kaum einen Aufwand - so nutze ich z. B. für meine Aufnahmen Mittel- und Großformatkameras und bestes Filmmaterial, um in meinen Ausstellungen die Bilder möglichst groß präsentieren zu können.
Es geht mir um Vielfalt, darum, einerseits die Ästhetik der Form durch Licht und Schatten
herauszuarbeiten, andererseits gestalterische Ideen umzusetzen, das Spezifische des Modells zu entdecken und aufzugreifen: ein praller Po in einem Spitzenhöschen wirkt anders als einer in einer glatten Kunstlederhose, ein Arsch im Kleid im Gegenlicht hat einen ganz anderen Effekt als ein blanker mit feinen blonden Härchen, ein Po mit Schmuck verziert wird durch diesen erst richtig zum Hingucker... Und wenn ein junges Mädchen ein geblümtes Kleid trägt, das über den Hintern hochgezogen ist, wirkt diese Szene deutlich romantischer als mit einer Frau, die ihren Kopf erniedrigt in einem rostigen Eimer zu stecken hat und den bloßen Arsch in die Luft streckt.
So kann in jedem Bild, wenn es denn nicht die gleichsam skulpturale Ästhetisierung des Körpers und speziell des Pos durch Lichtführung und Körperhaltung ist, eine kleine Geschichte oder Fantasie gesehen werden, vielleicht auch ein Fetisch. Etwas, worin sich der Betrachter mit seinen Träumen, Obsessionen, seinem Begehren wiederfindet, angestachelt durch Orte, Accessoires, Aktionen. Diese sexuellen oder erotischen Fantasien inszeniere ich hemmungslos, wie sie mir - gemeinsam mit den oder inspiriert durch die Modelle - einfallen und gefallen. Denn meine Fotografien sind keine Abbilder des wirklichen Lebens, sollen es auch gar nicht sein, sondern Traumbilder, voller Assoziationen und aufregender Situationen und Erlebnisse. Das suchen wir doch in erotischer Literatur oder erotischen Bildern oder unseren sexuellen Abenteuern: Spannende Momente eines erfüllten Lebens, die uns die Monotonie des Alltags vergessen lassen!
Wenn auch die Aufgabe, derartige Fantasien, Geschichten, Inszenierungen erotischer Art auszudenken und in Bilder zu übersetzen, für mich nicht dasselbe ist wie, sie zu erleben, bin ich doch als Fotograf nah dran. Die Umsetzung ähnelt einem Spiel, einem Theaterstück, in dem das Modell in eine bestimmte Rolle schlüpft und sie auslebt. Als Fotograf bin ich Regissseur und
Zuschauer zugleich. Und diese bevorzugte Position bereitet mir sehr viel Vergnügen, an dem ich die geneigten Betrachter meiner Bilder gern teilhaben lasse.