Der zweite Band der Portraits von Catherine R. Coulter läßt noch tiefer als der erste Band nachvollziehen, wie Homöopathie "denkt" und entstanden ist - und das spielerisch, fast nebenbei. Im Mittelpunkt stehen weitere homöopathische Konstitutionstypen, darunter auch die "Nosoden", die sowohl eigenständige Typen als auch eine Art Grundmuster hinter allen Portraits darstellen. Die Beschreibungen sind humorvoll und facettenreich - schmunzelnde Selbsterkenntnis nicht ausgeschlossen. Noch deutlicher als im ersten Band werden die Überschneidungen zwischen den Typen sichtbar. Die laienhafte Diagnose fällt nach der Lektüre schwerer, aber nach meinem Eindruck zu Recht. Schade nur, daß es keine Fortsetzung gibt! Fazit: Wer vor allem Selbsterkenntnis sucht, fängt besser mit Band 1 an. Wenn Sie erst Feuer gefangen haben, wird Ihnen vermutlich auch der zweite Band so kostbar sein wie der erste. Für Menschen, die psychotherapeutisch arbeiten, können beide Bände eine wunderbare Ergänzung darstellen, ob Sie vom Ansatz her eher tiefenpsychologisch, humanistisch oder mehr verhaltenstherapeutisch arbeiten.