Die Amerikanerin Isabel Archer geht nach Europa, um ihre Verwandten zu besuchen. Sie lehnt zwei Heiratsanträge ab, einmal den eines Lords und dann den eines Industriellen. Sie möchte frei sein und frei leben, möchte die Welt entdecken und glaubt fest daran, dass Verheiratetsein nicht alles sein kann. In Florenz lernt sie den Amateur-Maler Osmond kennen, mit dem sie nach Rom zieht gemeinsam mit Osmonds Tochter. Osmond erweist sich als ein grober Ehemann, der Isabel verächtlich behandelt...
Nicole Kidman brilliert in ihrer Rolle als etwas hochnäsige und resolute Amerikanerin im Jahre 1872, die gegen die gesellschaftlichen Konventionen ankämpft und sich selbst in den Mittelpunkt stellt, um ihre egoistischen Absichten vollauf zu befriedigen. Manche gedrehten Momente sind schlichtweg atemberaubend, aufgrund der mal dargestellten eisigen winterlichen Landschaft und der dann verzückenden sommerlichen Natur. Diese dargestellten Bilder möchte man am liebsten festhalten und in ein Bild von Monet umwandeln. Die Bildqualität lässt jedoch zu wünschen übrig, der Film stammt aus dem Jahre 1996 und doch muss man sagen ist es nicht das beste Bild, verglichen mit "Top Gun", das sogar aus den 80ern stammt, aber immerhin viel besser und schärfer wirkt. John Malkovich, den man eigentlich nur als Bösewicht kennt, z.B. aus "Napoleon" oder "Les Misérables", spielt hier den zunächst verlockenden Verführer Isabels und entpuppt sich letztendlich doch mal wieder als Tyrann, insofern weiß er seine schauspielerischen Leistungen für solche Rollen auszunutzen. Den Film kann man gesehen haben, muss man aber nicht.
Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.