Eine harte und schonungslose Geschichte schreibt da Bill Clegg in seinem Buch PORTRAIT EINES SÜCHTIGEN ALS JUNGER MANN nieder. Brutal wie er von sich selbst schreibt, seine Alkoholexzesse, die Verführung zu immer härteren Drogen die bis in der Cracksucht gipfelten und bei der er zehntausende von Dollar verbrät. Der gesellschaftliche Abstieg, die Suche nach Liebe, die Abhängigkeiten vom Stoff und den Dealern - alles Grausamkeiten - Wahrheiten und eine Geschichte wie sie das Leben schrieb.
PORTRAIT EINES SÜCHTIGEN ALS JUNGER MANN ist ein Buch der Vernichtung, der Selbstaufgabe, der Selbsthinrichtung, ein Weg den Trümmerpfad hinab in die Leere. Man fragt sich unwillkürlich warum sich das so viele Menschen freiwillig antun... Das Buch ist ehrlich, der Autor sehr offen und direkt, wenn er über seine Männerbekanntschaften, seine Suche nach Liebe und Zuwendung spricht.
Ebenso bei seinen Drogenexzessen, der Suche nach Dealern und dem Stoff den er tütenweise konsumiert. Die heißen Glaspfeifen die verschämt in Toiletten zertreten und weggespült werden, die Küsse, Münder gefüllt mit Crackrauch und der Sex mit Männern die teils älter waren als sein eigener Vater.
Verführung und Vernichtung, Erfolg und Verlust, alles ganz nahe beieinander - für Bill Clegg gab es am Ende nur noch dem Rausch, den er unbedingt wollte und als er - abgemagert auf 60 Kilo zusammenbrach - stand nur noch der Tod selbst als letztes Erlebnis auf der Liste.
Ein hartes und schonungsloses Buch das eine wahre Geschichte darstellt - keine Fiktion - eine echte Geschichte! Bill Clegg gebührt Dank das er so offen über seine dunkelste zeit berichtet - bleibt zu hoffen das andere daraus lernen können und wollen.
Empfehlenswert!