Pressestimmen
»Östergrens Roman bleibt von der ersten bis zur letzten Zeile kritisch, gesellschaftlich wie individuell, und mündet in ein Plädoyer für unerschrockenes Denken jenseites vorgegebener Gräben.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
»Was der Roman geruhsam entfaltet, lässt sich ohne Verlust an atmosphärischen Valeurs kaum resümieren. Grundsympathisch berührt, dass hier ganz nonchalant eine Haltung transportiert wird, die wie ein lange nicht gehörter Song an eine Zeit erinnert, in der Konsum, Profit und Selbstvermarktung als ultimative Lebensziele noch nicht selbstverständlich waren.« (Süddeutsche Zeitung)
»Ein anregender Essay-Roman, gewürzt mit Extempores über Kunst und Literatur, Geld und Gesellschaft.« (Neue Zürcher Zeitung)
Kurzbeschreibung
Südschweden, Frühling 2008: Nur noch wenige Minuten bis zur digitalen Übertragung von La Boheme aus der New Yorker Metropolitan Opera in einem kleinen Kino auf dem Lande. Minuten, die Claes Leben schlagartig durcheinanderbringen, denn im Foyer trifft er auf Madeleine, mit der ihn in den fernen 80er Jahren eine düstere Geschichte verband. Und so wird er in eine Zeit zurückversetzt, die er längst hinter sich glaubte, ist mit einem Mal wieder mitten drin in dieser glitzernden Dekade voller Verheißungen, schnellem Geld und tiefgreifenden Veränderungen. In jenen Jahren lernte Claes auch den ambitionierten Künstler Jörgen kennen, der eine große Faszination auf ihn ausübte und ihn schon bald in ein Projekt hineinzog, das mit einem makabren Übergriff im Namen der Kunst endete und für Claes schließlich in einer persönlichen Katastrophe mündete. Erneut mit den Ereignissen konfrontiert, unternimmt er einen letzten, mühsamen Versuch, die Verflechtungen von Leidenschaft, Liebe und Wahrheit in seinem eigenen Leben zu entwirren.