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Portico Quartet

Portico Quartet Audio CD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Musik

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Produktinformation

  • Audio CD (20. Januar 2012)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Real World (Indigo)
  • ASIN: B0062XH7PK
  • Weitere Ausgaben: Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 28.569 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Window Seat
2. Ruins
3. Spinner
4. Rubidium
5. Export To Hot Climates
6. Laker Boo
7. Steepless
8. 4096 Colours
9. City Of Glass
10. Trace

Produktbeschreibungen

motor.de

Der rudimentäre Schritt weg von den Wurzeln, oder: Die grazile Brücke zwischen Gestern und Heute. Das Portico Quartet kennt keine Stagnation und fusioniert Jazz mit elektroakustischem Temperament. (Foto: Jamie Leith, Real World Records) Während hierzulande über Jazz und seine Bedingungen diskutiert und vor allen Dingen lamentiert wird, konzentriert man sich anderswo schlichtweg auf die Essenz: die Musik. Da darf es nicht überraschen, dass sich einige der interessantesten Neuentdeckungen des Genres nicht im In-, sondern im Ausland ausbreiten. Beinahe fünf Jahre ist es nun her, da veröffentlichte das englische Portico Quartet mit "Knee-Deep In The North Sea" ein Debütalbum, das nicht nur für den Mercury Prize nominiert war, wenig später stieß gar John Leckie auf das Kollektiv, sodass der Produzent von Radiohead, Muse oder My Morning Jacket den Klangraum für ihren Nachfolger "Isla" erarbeitete. Dass Peter Gabriel die vier aus London und Southampton auf sein Label Real World holte, geriet zur Randnotiz. Vielmehr stürzte sich das Feuilleton auf ein Instrument, das dem Quartett als Initialzündung diente: das Hang. Zwei aus Stahlblech übereinander gelegte Halbkugeln formen das Wok-ähnliche Gerät, das aufgrund seiner Tonfarbe mit der Steel-Drum verwandt sein könnte. Das UFO-Instrument verlieh ihrer Musik eine melodische Perkussivität, die jedoch keineswegs Hula-Hula-Assoziationen weckt. Für ihr drittes Album "Portico Quartet" tauschte das kleine Ensemble nun nicht nur ihren Hang-Chef aus, gar tritt das Exotikum merklich in den Hintergrund. Die Ursache: Die legitimen Nachfolger des Esbjörn Svensson Trios vollziehen den logischen, wenn auch rudimentären Schritt weg vom Jazz. Portico Quartet – "Ruins" Schon mit der Eröffnung "Window Seat" sprechen sich die vier für einen experimentellen und frei formulierenden Gestus aus. Mit ambient'esker Besonnenheit geht die seichte Melodie des Openers in "Ruins" über, das sich mit Fug und Recht Post-Jazz schimpfen darf. Hier, wie auch bei ihren Live-Aufritten, integrieren sie Samples, Loops und digitale Drum-Kits. Was die einen als zeitgenössisches Muss feiern, diffamiert die Gegenseite als unschickliche Abkehr ihrer Wurzeln. Der elektronische Anstrich ist dabei keineswegs Aufgabe, sondern die zu selten zu Ende gebaute Brücke zwischen Heute und Gestern. Während das Saxophon Wehleidigkeit mit empfindsamem Selbstbewusstsein verbindet, ist es die Liason zwischen dem gesampleten Hang und akustischer sowie digitaler Rhythmik, die das Element Moderne mit offenen Armen empfängt. Obzwar die Öffnung im Duktus der Band einen etwas unheilvollen Unterton mit sich bringt, beweisen die ehemaligen Straßenmusiker indes ihr schöpferisches Talent. So entsteht aus "City Of Glass" ein Beinahe-Dancetrack, aus "Lacker Boo" ein neo-klassischer Zappelphilipp mit hypnotischem Electronica-Überschuss. Bisweilen verschleiert das Quartett ihre eigene Evolution, kokettieren die zehn live aufgenommenen Stücke doch mit Jazz, sind aber in Wirklichkeit viel mehr. So überrascht es auch nicht, dass obendrein ein Novum wartet: mit der jungen Schwedin Cornelia, kennengelernt über ihren gemeinsamen Freund Jamie Woon, probiert sich die Instrumentalband erstmals an verbalisierter Narration. Portico Quartet – "Portico Quartet" (Album-Promo) "Steepless" steht sicherlich am nachweislichsten für die Wandlungsfähigkeit der Briten. Stagnation fehlt in ihrem Vokabular, "Portico Quartet" schwingt sich somit zur logischen Genese einer Band auf, die sich nicht etwa auf das zeitgeistige Glatteis begibt. Ihr Drang zur vermengenden Fusion ist noch immer das A und O. Die eigene Klangarchitektur ist eben nicht in Stein gemeißelt – ein Credo, an dem sich Kollegen des verstaubten Genres durchaus ein Vorbild nehmen dürfen. Sebastian Weiß VÖ: 27.01.2012 Label: Real Word / Indigo Tracklist: 01. Window Seat 02. Ruins 03. Spinner 04. Rubidium 05. Export to Hot Climes 06. Laker Boo 07. Steepless 08. 4096 Colours 09. City of Glass 10. Trace

Produktbeschreibungen

DISC 11. WINDOW SEAT2. RUINS3. SPINNER4. RUBIDIUM5. EXPORT TO HOT CLIMATES6. LAKER BOO7. STEEPLESS8. 4096 COLOURS9. CITY OF GLASS10. TRACE

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Genreübergreifend 24. Februar 2012
Von Der Ursel
Format:Audio CD
Das dritte Album von Portico Quartet ist ganz klar erst mal weniger zugänglich als die beiden Vorgänger. Es braucht mehr Zeit zur Entfaltung als diese, hat aber nicht weniger Klasse. War dort noch der besondere Klang der Hang, eine Art Steel-Drum und das warme Saxophon von Jack Wyllie vorherrschend nehmen jetzt zunehmend elektronische Soundtüfteleien, Loops und Samples Raum ein. Das liegt wohl mit am Neuzugang Keir Vine der neben Hang auch Synthesizer spielt und den Hangspieler Nick Mulvey ersetzt hat.
Minimalistische atmosphärische Klanglandschaften im experiementellen Grenzgebiet zwischen Jazz, Post-Rock und auch mal ein wenig Pop. Die vermehrten elektrischen Klänge erweitern den bis dahin schon sehr eigenen Sound der Band ungemein.
Waren alle Aufnahmen bis jetzt Instrumentalstücke hat die Gruppe jetzt erstmalig bei einem Lied mit einer Sängerin zusammengearbeitet. Mit Cornelia Dahlgren begibt sich das Portico Quartet gar in triphoppige Gefilde.
Da stellt sich dann irgendwann die Frage: Ist das überhaupt noch Jazz? Klare Antwort: Jein.
Das komplett live eingespielte Album dieser innovativen Band macht Lust darauf sie ebenso live in einem kleinen Club zu sehen.
Vier Sterne mit Luft nach oben von mir dafür.

Anspieltipps: Spinner, Steepless
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfecto Quartet 4. März 2012
Format:Audio CD
Hey Nutzer

Ich habe offensichtlich das große Glück das ich diese Band erst durch dieses Album kennengelernt habe und somit ganz unvoreingenommen darüber urteilen kann ob mir das hier gehörte gefällt oder nicht, ohne dabei auf die vorherigen Alben der Band eingehen zu müssen. Was wir hier auf dieser Scheibe finden, ist zumeist chillige Musik die irgendwo an der Grenze von Electro und Jazz herumtänzelt und auch vor Hip-hop-esken Sounds und außergewöhnlichen Instrumenten nicht zurückschreckt. Die Musik ist auf "Realworld" erschienen was im Grunde schon ein wenig die Richtung erahnen lässt. Die Musik ist fast ausschließlich instrumental und daher eher wenig eingängig, dennoch derartig spannend inszeniert das es ein genaues hinhören wert ist.

1. Window Seat - Jeder der schon mal irgendwo hingeflogen ist weiß wie beliebt die Plätze am Fenster sind. Dieser "Window Seat" ist ein würdiger Einstieg und ein perfekter Ausgangspunkt für die Reise die wir nun gemeinsam machen werden.
Ein Sample,Sphärische Sounds, schwebende Geräusche - mehr braucht es nicht um glücklich zu machen. Das hier ist Musik zum Träumen und erinnert besonders an OneohtrixPointNever , falls die jemand kennen sollte.

2. Ruins - Dieser Song ist für mich das absolute Highlight auf dem Album. Electrobeats und träumerische Klänge der Hang (eine Art Steeldrum) kombiniert mit einem treibenden Kontrabass, wunderschöne Melodiebögen auf dem Sax und dezente Synth-blubber-einlagen machen diesen Song zu einem verträumten Kleinod das wirklich mitreißt. Natürlich ist alles sehr ruhig und eher chillig, nachdenklich, dennoch erzeugt dieser Song eine wirklich große Spannung und hat ordentlich Eier in der Hose! Ein Arpeggio auf dem E-Piano und recht noisige Frickeleien bis zum musikalischen Höhepunkt und dann zerbröselt alles. Schön.

3. Spinner - Dieser Titel bewirkt bei uns Deutschen natürlich eine ganz andere Assoziation, doch Spinner kommt wohl eher von "to spin" , also "sich drehen", somit handelt es sich hier nicht um einen Spinner sondern um einen Dreher, was die sich wiederholenden Melodiemuster und den Oddmeter erklärt. Der Song kommt fast daher wie ein jazziger Versuch die Tonalität von Triphop zu dechiffrieren. Spinner jedoch beinhaltet darüber hinaus auch noch ab Minute 3.13 eine der eingängigsten Akkord-progressionen auf dem Album, also kann man hier fast vom eingängigsten Song sprechen, dessen abruptes Ende eigentlich ziemlich schade ist.

4. Rubidium - Fans des Sounds der älteren Platten aufgepasst: Rubidium ist nicht nur der längste Song auf dem Album sondern auch der Hang-lastigste. Dazu gesellt sich ein Sound der mich witzigerweise absolut an ein elektronisches Gerät erinnert das meine Mutter benutzt(e) um Nadelfrei zu akkupunktieren bzw. die Akkupunkturpunkte zu stimulieren. Stimulierend ist der über weite Teile relativ ruhige Song zwar nur begrenzt aber durch seine Vielseitige Instrumentierung und Dronig-sphärische Stimmung einfach ein durch und durch spannendes Werk das wirklich immer wieder Neues entdecken lässt. Spätestens wenn das leicht chaotisch anmutende Schlagzeug einsetzt und sich mit den glitchigen Sounds battelt ist man absolut hellwach und nickt völlig überfordert mit dem Kopf mit bis die Anspannung vom Thema auf der Hang gelöst wird. Einige rückwärts abgespielte Effekte ziehen einen immer tiefer in den wabbernden Schlick des Songs und wir machen wieder Bekanntschaft mit dem Akkupunkturgerät bis uns der Song einfach so völlig fassungslos zurücklässt.

5. Export for hot Climates - Gleich nach dem längsten Song folgt nun mit kaum mehr als einer Minute der kürzeste, der ein auf dem Allbum bisher ungehörtes Instrument vorstellt und zwar das gute alte Piano. Der Song ist eigentlich kein richtiger Song und viel zu kurz um darüber viel zu schreiben, ich denke er soll eher als Intro oder als Vorspeise zum folgenden Stück verstanden werden und als solches haken wir ihn einfach mal ab.

6. Lacker Boo - Großes lässt das kleine Sample erwarten und die Geräuschkulisse im Hintergrund poltert bedrohlich drauf los bis ein hektischer Electrobeat losgrooved und sich der Bass genüsslich an ihn schmiegt. Dazu gesellen sich Streichersounds und dezentes Klavier/Keyboard und eine Weile lang bleibt das so, dann wieder einige sphärische fast bedrohliche Sounds inklusive einer Art Pferdegeige die nur mittels einzelner Töne eine derart großartige Stimmung erzeugen kann das einem fast schlecht wird vor Spannung. Leider folgt die große von mir erwartete Explosion nicht, was ein wenig Abzüge in der B-Note gibt, ich hatte irgendwie erwartet das alles mit einem ganz großen KABOOM! zerfetzt aber Portico Quartet ziehen es lieber vor die Geschichte einfach ausblubbern zu lassen. Schade.

7. Steepless - Die große Überraschung, ich bin absolut geflasht, hier IST GESANG DRAUF. Jubel Jubel! Freu Freu! würde Stimpy wohl dazu sagen. Ich habe das Album heruntergeladen kann also leider nicht sagen wem diese wunderbare Stimme gehört aber sie erinnert mich schwer an Hope Sandoval die bereits das so von mir geliebte "Paradise Circus" von Massive Attack veredelt hat. Wer kann mir sagen wem diese wundervolle Stimme gehört???
Der Song jedenfalls ist ein echter Knaller, verschroben, verträumt, komplex, ruhig und doch heftig knarzig. Für mich das zweite Highlight nach "Ruins" und leider leider auch viel zu kurz.

8. 4096 Colors - Loungige Housige Sounds sind ja eigentlich gar nicht so mein Ding, aber dieser Song hier ist wohl die Ausnahme der Regel. Die Atmosphäre ist derart aufregend und minimalistisch das einem der Atem wegbleibt, es empfiehlt sich diese Musik nur ganz bewusst und nicht nebenher zu hören, am Besten Nachts und über einen Kopfhörer. Schwebende Bläsersounds und ein Instrument das klingt als hätte man versucht das Mixturtrautonium nachzubilden, fast schon stressige stehende Drones und ordentlich Geschwabbel machen diesen Song zu einem der anstrengendsten auf dem Album, und dennoch ist es wirklich interessant dieses Erlebnis mal gemacht zu haben.

9. City of Glass - Nun ein Song der recht eindeutig mit Latin-rhythmik spielt und sofort in seinen Bann zieht, auch wenn sich die recht gleichförmigen Spannungsbögen beim kompletten Durchhören des Albums ein wenig abnutzen. Der Bass schiebt, die Beats hämmern und der Synth stresst - so muss das sein. Der Song ist gut, braucht allerdings eine Weile bis man sich in seine Welt hineingefunden und sich dann dort zurechtgefunden hat. Ordentlich Hall und An-der-Grenze-zu-Krach-Sounds und eine wirklich tolle Bassline nur leider wieder kein richtiger Höhepunkt am Ende.

10. Trace - Zum Schluss setzen uns Portico Quartet nun wieder ein kurzes Stück zum Frass vor. Der "Song" ist um Grunde eine Ansammlung ziemlich fieser Sounds die aber alle sehr interessant sind und besonders Träumer und Drone-hörer aus dem Sunn 0)) - Lager ansprechen werden. Der "Song" ist jedoch extrem kurz und kaum der Rede wert.

Fazit: Das Album ist durch und durch spannend, hat aber natürlich Momente die ich persönlich nicht so mag, andere aber vielleicht schon. Wieder einmal hat Realworld eine Platte einer Band veröffentlicht die wirklich spannend ist und somit eine....

....UNEINGESCHRÄNKTE KAUFEMPFEHLUNG...

......verdient hat. Mein Tipp:Mehr als einmal hören trägt zur Zugänglichkeit des Songmaterials bei und fördert den Genuss!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anders, aber toll 21. Februar 2012
Format:Audio CD
Das dritte Album ist anders geworden, ja. Die Band hat sich nach dem Austieg von Nick Mulvey in eine vielleicht unerwartete Richtung weiterentwickelt.
Das Hang ist weniger dominant, dafür werden mehr elektronische Elemente eingesetzt. Das gefällt wahrscheinlich nicht jedem, mir aber schon. Ich freue mich auf die Tour!
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