*Als Ansetts erster Frühflug aus Sydney am Mittwochmorgen in Melbourne landete, spielte Wyatts Zahn verrückt. In dem Bewusstsein, das man am ehesten beim Warten am Gepäckband geschnappt werden konnte, reiste Wyatt stets mit leichtem Gepäck. Er hatte eine Reisetasche bei sich, mit Kleidung zum Wechseln, die er um den Tiffany-Schmuck und die fünfzigtausend Dollar gewickelt hatte. Obwohl er einen falschen Pass benutzte, vermied er nach Möglichkeit, eine Spur von Dokumenten zu hinterlassen; folglich ließ er die Schalter für Mietwagen links liegen und nahm sich ein Taxi.
Er sah auf die Uhr: Es war acht Uhr morgens. In Coburg mussten sie inzwischen wach sein ...*
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Zum Inhalt: Bei einem Einbruch in das Haus einer wohlhabenden Politikerin erbeutet Wyatt 50.000 Dollar sowie ein goldenes Diamantenschmuckstück. Aber das gute Stück findet in Hehlerkreisen kein rechtes Interesse - es steht auf der Fahndungsliste. Und plötzlich will nicht nur die Polizei Wyatt ans Leder, sondern auch brutale und dubiose Typen versuchen ihn und das Schmuckstück aus dem Verkehr zu ziehen. Auf einem malerischen Südsee-Anwesen, an den Klippen des tropischen Hafenstädtchens Port Vila, kommt es zum 'Show Down' ...
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Gary Disher ist einer der erfolgreichsten Autoren Australiens und auch bei uns ist er aus den 'Top Ten' nicht mehr wegzudenken. Mit *Wyatt* hat er eine faszinierend ambivalente Figur geschaffen, die man wider Willen sympathisch findet. Und so ganz nebenbei zeichnet Garry Disher das für ihn typische Gesellschaftsbild des modernen Australien: Ausufernde Vortortsiedlungen, die entfesselte Ökonomie und abgründige, ausschließlich auf den eigenen Vorteil bedachte Protagonisten, die dort für klaustrophobische Enge sorgen, wo man eigentlich paradiesische Weite vermutet.
Und die, die auf den ersten Blick so bürgerlich wirken, sind oft die Ehrlosen, die eigentlichen Verbrecher - Und dieses Fazit ist mit Sicherheit kein reines australisches Phänomen! Wir erleben dieses Tag für Tag!
Gary Disher & Wyatt - Faszinierend wie eh und je !!
Beste Grüße -- Reinhard Busse