... dazu haben sich The Shins auf ihrem neuen Album -Port of Morrow- entschlossen. Klang -Wincing the night away- noch so, als wäre die Band aus Alberquerque, mit ihrem Frontmann James Mercer, eine etwas härtere Kuschelausgabe von Wet Wet Wet, so überzeugt -Port of Morrow- mit geradlinigen Riffs, einer pompöseren Technikunterstützung und wunderbaren Background-Einsätzen doch eher im Stil eines guten Manic Street Preachers Songs. Alle Stücke des Albums sind hör- und tanzbar. The Shins decken dabei genügend Bandbreite ab, um eine große Fangemeinde zu erreichen.
-The Rifle's Spiral- zeigt als Opener sofort, wo es langgeht. Ein durchgehend starker Gitarrenrhythmus beherrscht das Stück. Der -Simple Song- beginnt orchestral und entwickelt sich dann zu einem absoluten Ohrwurm-Popsong. Eine Ballade mit Elektrounterstützung ist -It's only life-. Fast schon jazzig kommt -Bait and Switch- daher. -September- hat Liedermacherqualitäten. Einfach und simpel, jederzeit zum Mitsingen geeignet. Mit zügigem Beat nach vorn ist -No way down- da aus ganz anderem Holz geschnitzt. Langsam und bedächtig, mit einem Gitarrensound wie bei den guten alten "Shadows" sucht sich -For a fool- seinen Weg in die Ohren der Hörer. -Fall of 82- entströmt den Boxen wie eine Hommage an 10CC. Pop in Reinkultur spielen The Shins in -40 Mark Street-. Das Titelstück -Port of Morrow- ist der bluesigste Teil des Albums. Der Rausschmeißer -Pariah King- mixt dann noch einmal alle Bestandteile der Musik von -The Shins- in einem Guss durcheinander.
-The Shins- sind ganz sicher ein Bandname, den man sich merken sollte. Mit nur drei Alben in 10 Jahren sind die Amerikaner nicht unbedingt das, was man als hochproduktiv bezeichnen kann. In jedem Fall ist jedoch eine Weiterentwicklung erkennbar. Für mich das einzige, kleine Manko der Band: Viele Stücke hören sich an, als ob man sie so, oder so ähnlich, schon mal von anderen bekannten Bands gehört hat. Das mag aber vielleicht auch nur mir so gehen. Empfehlenswert ist das Album -Port of Morrow- in jedem Fall. Im Einheitsbrei des Mainestream-Pop ist es eine gern gehörte Ausnahme, die sich auffallend wohltuend von jeder Art 08/15-Musik abhebt...