Wer hier einen obszönen Pornoführer â la Nina Hartley oder Jenna Jameson erwartet liegt falsch.
Pornology von Ayn Carrillo-Gailey ist dies ganz und gar nicht.
Die Autorin, welche von ihrem Lebensabschnittspartner als pornophob bezeichnet wird, beschließt dieser Behauptung auf den Grund zu gehen und schreibt daraufhin kurzerhand eine Porno-to-do-Liste.
Dinge wie "Sexshop besuchen", "Bei Blowjob Seminar anmelden", "Vibrator ausprobieren", "Sexspielzeug-Party organisieren", "Bordell besuchen", "Pornostar treffen" sind da auf dieser Liste vorzufinden und die arbeitet die gute Ayn dann auch Stück für Stück im Laufe des Buches ab.
Was dabei obszön oder gar als pervers gelten soll weiß ich auch nicht, denn die Sprache der Autorin ist alles andere als derb.
Sie erzählt ihre Geschichte in der Tat im "Sex and the City"-Stil und dabei dürfen natürlkich ihre Freunde, die "Naughty Knitters" nicht fehlen, mit denen sie bei lustiger Strickrunde mal eben über ihr ganzes Sexualleben plaudert.
Alles in allem ein sehr amüsantes Buch, dass jedoch keine wirklich neuen Erkenntnisse parat hat und wohl eher als Roman denn als Pornoführer für anständige Mädchen (meint sie damit Nonnen?!) zu gelten hat.