8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
kurze und prägnante Einführung in die Popliteratur, 30. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Popliteratur (Taschenbuch)
Dieses Buch besticht durch Übersichtlichkeit, prägnante Formulierung und stellt eine interessante Einführung in die Popliteratur dar. Angefangen bei Begriffsdefinition wie "Popliteratur" sowie "Dadaismus", gibt der Autor kurze soziale und geschichtliche Hintergründe zu den literarischen Stömungen und Bewegungen. Er verfolgt die Literatur bis heute. Dabei werden selbstverständlich die Autoren und (meist nur) ihre wichtigsten Werke erwähnt. Das Buch ist sehr reich und informativ illustriert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
übersichtliche einführung, jedoch fehlerhaft, 1. September 2009
Für jene, die sich einen Überblick zur Popliteratur verschaffen wollen, sind diese 90 Seiten eine übersichtliche Einführung. Die wichtigsten Fakten werden aufgezählt, eine Herleitung der Popliteratur, angefangen von Dada über Beat bis zu den Anfängen postmoderner Theorien, wird unternommen. Kein überflüssiger Satz findet Eingang in den Band. Allerdings scheint der Autor zum Teil nur recht oberflächlch für sein Buch recherchiert zu haben, da einem bei der Lektüre zahlreiche Fehler unterkommen: So etwa ist es vollkommen falsch, dass die Autoren der Beat Generation 1957 von San Francisco nach New York gezogen sind (Seite 16), vielmehr hatten sich Ginsberg, Kerouac, Burroughs & Co. bereits in den 1940ern in New York kennengelernt, in den 50ern zog Kerouac quer über den nordamerikanischen Kontinent, Burroughs ging zuerst nach Texas, dann nach Mexiko und schließlich nach Marokko, einzig Ginsberg ließ sich für einige Zeit in San Francisco nieder. Keinesfalls sind sie aber 57 nach New York zurück. Weiters sind fehlende Quellenangaben recht ärgerlich, so etwa wird erläutert, dass Dieter Wellershoff 1965 "Gedanken zu einer modernen realistischen Literatur" veröffentlichte - jedoch wird weder der Titel der Publikation erwähnt, noch eine andere Angabe, sodass man sich selbst auf die Suche machen muss, wenn man sich z.B. für die Publikation von Wellershoff interessiert. Am Ende des Bandes ist zwar ein recht bescheidenes Verzeichnis für weiterführende Literatur zu finden, nach Wellershoff oder aber auch nach Schlüsseltexten zur Popliteratur wie "Cross the Border - Close The Gap!" von Leslie A. Fiedler sucht man vergeblich. Das Buch ist meines Erachtens insgesamt also nicht sehr zu empfehlen. Zur Einführung eignet sich vielleicht eher der "Text + Kritik"-Band zum Thema Popliteratur, der UTB-Band "Neue Deutsche Popliteratur", und nach wie vor zur ersten Generation von Popliteratur in Deutschland bzw. deren Vorläufer in den U.S.A. und Großbritannien Rolf Dieter Brinkmanns Anthologie "ACID".
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das große Unbehagen - nicht der große Spass, 20. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Popliteratur (Taschenbuch)
Wow, ein gutes Buch. Endlich mal ein kritischer Blick auf das angebliche Phänomen Popliteratur. Kein vorbehaltloser Jubel, kein unfundiertes Mäkeln - hier gibt es Kritik mit Fundierung. Thomas Ernst zeigt, was Pop ursprünglich meinte und wie er aufgelöst wurde. Er beschreibt, wie aus der Artikulation des großen Unbehagens einfach nur der große Spass wurde. Eine feine Beobachtung der aktuellen Situation: Tristesse genial !
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